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SEO-Agentur für Onlineshops auswählen: Kriterien, Pitch-Fragen, echte Preise (und wann du keine brauchst)

09.08.2026 · 16 Min Lesezeit · von Ronny & Irena Kühn

Du hast zum ersten Mal ein eigenes SEO-Budget bekommen, die Geschäftsführung erwartet Ergebnisse, und jetzt sollst du die richtige Agentur auswählen. Das Unangenehme daran: Du sollst eine Leistung einkaufen, deren Qualität du erst in sechs bis zwölf Monaten beurteilen kannst.

Dieser Artikel nimmt dir die Entscheidung nicht ab. Er gibt dir das, was dir im Netz gerade fehlt: die Kriterien, die tatsächlich zwischen guten und schlechten Anbietern unterscheiden, die Fragen, die du im Erstgespräch stellst, ehrliche Preisbandbreiten und die Warnsignale, bei denen du das Gespräch beenden kannst.

Die kurze Antwort

Es gibt im deutschsprachigen Raum keinen unabhängigen Testsieger unter den SEO-Agenturen und ganz ehrlich? Es kann ihn auch nicht geben. Weil SEO-Erfolg immer von Branche, Wettbewerb, Ausgangslage und Budget abhängt. Wer dir eine allgemeingültige "beste Agentur" nennt, verkauft dir entweder sich selbst oder eine Meinung.

Praktisch heißt das:

  • Such nicht nach der besten Agentur, sondern nach der passenden für deinen Fall.
  • Wenn ein Onlineshop dranhängt, ist Shop-Erfahrung wichtiger als Agenturgröße oder Bekanntheit.
  • Beurteile Case Studies nach vier Punkten: Ausgangslage, Maßnahmen, nachprüfbare Zahlen, Zeitraum. Fehlt einer davon, ist es Werbung.
  • Ruf zwei Referenzkunden an. Das ist der einzige Schritt, den keine Agentur für dich schönen kann. Hier ist einer von uns: "Austriavital"
  • Rechne mit vier bis sechs Monaten bis zu belastbaren Ergebnissen. Wer dir weniger verspricht, plant seinen eigenen Abgang mit ein.

Warum Shop-SEO ein eigenes Fach ist

Wenn hinter deinem SEO-Budget ein Onlineshop steht, ist das der wichtigste Filter überhaupt. Der Unterschied zwischen Website-SEO und Shop-SEO ist nicht graduell, sondern strukturell. Eine Agentur, die hervorragende Arbeit für Unternehmenswebsites und Magazine leistet, kann an einem Shop trotzdem scheitern - und so manche Agenturen tun es regelmäßig.

Das sind die Themen, die es nur im Shop gibt:

  • Facettenfilter und Parameter-URLs. Farbe, Größe, Preisspanne, Sortierung: Jede Kombination erzeugt eine URL. Ohne saubere Steuerung entstehen aus 200 Produkten zehntausende crawlbare Adressen, die dein Crawl-Budget auffressen und sich gegenseitig kannibalisieren.
  • Kategorie gegen Produkt. Bei generischen Suchbegriffen konkurrieren deine eigene Kategorieseite und deine Produktseiten um dieselbe Position. Welche gewinnen soll, ist eine strategische Entscheidung mit direkter Umsatzwirkung - und sie wird in der Praxis fast nie bewusst getroffen.
  • Varianten. Dasselbe T-Shirt in acht Farben: eine URL oder acht? Beide Antworten sind vertretbar, aber nur eine passt zu deinem Sortiment und deiner Suchnachfrage.
  • Ausgelistete Artikel. Saisonware, ausverkaufte Produkte, ersetzte Modelle. Was passiert mit deren URLs? Falsch beantwortet, verlierst du über Jahre aufgebaute Rankings in einem einzigen Sortimentswechsel.
  • Paginierung und Ladeverhalten. "Mehr laden"-Buttons und unendliches Scrollen sehen gut aus und machen tiefe Produktseiten für Suchmaschinen unerreichbar.
  • Strukturierte Daten. Preis, Verfügbarkeit, Bewertungen, Versandkosten - korrekt ausgezeichnet entscheiden sie über die Darstellung in der Suche und damit über die Klickrate, noch bevor die Position sich ändert.
  • Ladezeit unter echter Last. Ein Shop mit Warenkorb, Session, Tracking und Consent-Layer verhält sich anders als eine statische Seite. Was im Testtool gut aussieht, kann im Alltag zäh sein.

Frag im Erstgespräch nach genau diesen Punkten. Du musst die Antworten nicht fachlich bewerten können - du erkennst am Tempo und an der Konkretheit der Antwort sofort, ob jemand das schon hundertmal gemacht hat oder gerade improvisiert.

Die zwölf Fragen für den Pitch

Stell diese Fragen jedem Anbieter in derselben Reihenfolge. Die Vergleichbarkeit ist der halbe Wert.

1. Wie würdet ihr in den ersten 30 Tagen vorgehen?
Gute Antwort: Analyse zuerst, konkrete Reihenfolge, klare Zwischenergebnisse.
Warnsignal: "Wir starten sofort mit der Optimierung." Ohne Analyse weiß niemand, was zu optimieren ist. Niemand!

2. Welche Zugänge braucht ihr von uns?
Gute Antwort: Search Console, Analytics, Shop-Backend, Server- oder Hosting-Zugang, Logfiles.
Warnsignal: Die Frage kommt gar nicht. Wer ohne Search Console arbeitet, arbeitet blind.

3. Wer macht die Arbeit konkret - und spreche ich mit dieser Person?
Gute Antwort: Namen, Rollen, direkter Kontakt zur umsetzenden Person.
Warnsignal: Im Pitch sitzt der Seniorberater oder der Chef selbst und in oder nach der Umsetzung siehst du ihn nie wieder.

4. Wird etwas ausgelagert, und wohin?
Gute Antwort: Offene Auskunft über Freelancer, Textproduktion, Entwicklung.
Warnsignal: Ausweichende Antworten. Auslagerung ist völlig legitim, Verschweigen nicht.

5. Zeigt mir einen Fall, der nicht funktioniert hat.
Gute Antwort: Eine echte Geschichte mit Ursache und Konsequenz.
Warnsignal: "Bei uns hat noch nie etwas nicht funktioniert."

6. Wie sieht euer Reporting aus - zeigt mir ein echtes Beispiel.
Gute Antwort: Ein anonymisiertes Original mit Kommentar und Handlungsempfehlung.
Warnsignal: Ein automatisch generierter Tool-Export ohne einen Satz Einordnung.

7. Welche Kennzahl entscheidet nach zwölf Monaten über Erfolg?
Gute Antwort: Organischer Umsatz oder Deckungsbeitrag, gegebenenfalls qualifizierte Anfragen.
Warnsignal: Rankings, Sichtbarkeitsindex oder Traffic als Hauptmaß. Das sind Zwischengrößen, keine Ziele.

8. Was passiert mit unseren Inhalten und Daten, wenn wir aufhören?
Gute Antwort: Alles bleibt bei dir, Übergabe ist Teil des Vertrags.
Warnsignal: Inhalte auf Agenturservern, Zugänge auf Agenturkonten, Tracking auf Agentur-Property.

9. Wie geht ihr mit Backlinks um?
Gute Antwort: Zurückhaltend, inhaltsgetrieben, transparent über die Quellen.
Warnsignal: Feste Linkkontingente pro Monat, "hochwertige Linkpakete", keine Nennung der Domains.

10. Welche Erfahrung habt ihr mit unserem Shopsystem?
Gute Antwort: Konkrete Projekte, benannte Eigenheiten des Systems.
Warnsignal: "System spielt für SEO keine Rolle." - Es spielt eine große Rolle.

11. Was braucht ihr von uns, damit das funktioniert?
Gute Antwort: Klare Erwartung an deine Zeit, Entscheidungswege, Entwicklerkapazität.
Warnsignal: "Nichts, wir machen alles." Ohne interne Ressource scheitert SEO an der Umsetzung, nicht an der Strategie.

12. Wann würdet ihr uns von einer Zusammenarbeit abraten?
Gute Antwort: Eine ehrliche Antwort, die auch deinen Fall enthalten kann.
Warnsignal: Keine. Wer nie abrät, hat kein Urteil, sondern eine Vertriebsvorgabe.

Wie du eine Case Study prüfst

Belastbare Fallbeispiele enthalten vier Elemente. Fehlt eines, ist die Zahl nicht interpretierbar:

  1. Ausgangslage. Woher wurde gestartet? "Plus 300 Prozent" von einem sehr niedrigen Ausgangswert ist eine Rundungsdifferenz.
  2. Maßnahmen. Was wurde konkret gemacht? Wenn parallel ein Relaunch, eine TV-Kampagne oder eine Sortimentserweiterung lief, gehört das dazu.
  3. Nachprüfbare Zahlen. Absolutwerte statt reiner Prozentangaben, idealerweise mit Screenshot aus der Search Console.
  4. Zeitraum. Über welche Monate? Saisonale Effekte lassen sich sonst als Leistung verkaufen.

Und dann der Schritt, den fast niemand macht: Lass dir zwei Referenzkunden nennen und ruf sie an. Frag nicht, ob sie zufrieden sind - frag, was im ersten halben Jahr schwierig war, wie lange Rückmeldungen dauern und ob sie wieder so entscheiden würden. Zehn Minuten Telefonat sagen dir mehr als jede Präsentation.

Was SEO für Onlineshops wirklich kostet

Preise sind der wundeste Punkt der Branche, weil kaum jemand welche nennt. Wir schon - die folgenden Zahlen sind unsere eigenen, öffentlich und netto. Sie sind kein Marktdurchschnitt, aber sie geben dir eine belastbare Größenordnung, gegen die du jedes Angebot halten kannst:

  • Einmalige Analyse mit priorisiertem Bericht: 690 €. Systematische Prüfung von Checkout, Ladezeit, Tracking, Consent, Plugins, SEO-Basis und Rechtssicherheit, dazu ein Besprechungstermin. Der Bericht gehört dir - umsetzen kannst du ihn selbst, mit deiner bestehenden Agentur oder mit uns.
  • Umsetzung der wirksamsten Maßnahmen: 2.400 € für ein klar begrenztes Paket von maximal 16 Stunden.
  • Laufende Betreuung: ab 890 € pro Monat für kompaktere Sortimente, 1.590 € pro Monat für größere Shops mit mehr Umsetzungsvolumen. Drei Monate Mindestlaufzeit, danach monatlich kündbar.
  • Stundensatz für einzelne Arbeiten: 150 €.
  • Kompletter Shop-Aufbau: ab 6.900 €.

Was du daraus für deine Verhandlung mitnehmen kannst:

Monatliche Retainer im niedrigen dreistelligen Bereich sind kein günstiges SEO, sondern ein anderes Produkt. Bei realistischen Stundensätzen bleiben davon wenige Stunden im Monat übrig - abzüglich Reporting und Abstimmung bleibt für tatsächliche Arbeit fast nichts. Das ist kein Vorwurf an die Anbieter, sondern schlichte Arithmetik. Wenn dein Budget deutlich unter dieser Grenze liegt, ist eine laufende Agenturbetreuung nicht dein nächster Schritt. Dann ist es eine einmalige Analyse plus Eigenumsetzung.

Verlang die Kalkulationsgrundlage. Ein seriöses Angebot sagt dir, wie viele Stunden pro Monat enthalten sind und was passiert, wenn mehr anfällt. Ein Retainer ohne definiertes Leistungskontingent ist ein Blankoscheck in beide Richtungen.

Achte auf die Laufzeit. SEO braucht Zeit, deshalb ist eine Mindestlaufzeit von drei bis sechs Monaten sachlich begründet. Vierundzwanzig Monate sind es nicht.

Sieben Warnsignale

  • Garantien auf Platz 1. Niemand kontrolliert die Google-Ergebnisse. Eine Rankinggarantie ist entweder Unkenntnis oder Vorsatz.
  • Feste Linkpakete pro Monat. Links, die man in Stückzahlen einkauft, sind genau die Links, die Google erkennt.
  • Kein Interesse an deinen Zahlen. Wer nicht nach Marge, Retourenquote und Bestellwert fragt, kann nicht nach Umsatzhebel priorisieren - nur nach Aufwand.
  • Reporting ohne Umsatzbezug. Zwanzig Seiten Rankingtabellen und kein einziger Satz dazu, was das für den Deckungsbeitrag bedeutet.
  • Zugänge laufen auf die Agentur. Analytics-Property, Search Console, Domain oder Inhalte auf Agenturkonten sind ein Ausstiegshindernis, kein Service.
  • Der Pitch besteht aus Logos. Bekannte Kundennamen sagen nichts darüber, was für diese Kunden tatsächlich geleistet wurde - oft war es ein Einzelprojekt vor fünf Jahren.
  • Druck auf den Abschluss. "Das Angebot gilt nur bis Freitag" ist bei einer Investition mit zwölf Monaten Wirkungshorizont schlicht unseriös.

Anbietertypen statt Rangliste

Kurz zur Einordnung, bevor unten Namen stehen: Wir sind selbst eine Agentur. Deshalb findest du uns hier nicht an erster Stelle, sondern ganz unten in einem eigenen Absatz - damit du weißt, woran du bist. Der Grund ist unspektakulär: Eine Liste, in der sich der Autor selbst zum Testsieger erklärt, hat für dich keinen Wert. Und uns bringt sie nichts, wenn du nach dem ersten Gespräch merkst, dass wir nicht passen. Wenn ein Shop dranhängt, sind wir eine ernsthafte Option. Wenn nicht, stehen oben Bessere.

Sinnvoller als eine Rangliste ist die Frage, welcher Typ von Anbieter zu deiner Situation passt. Die genannten Namen sind Beispiele aus dem DACH-Raum, keine Empfehlung und keine Wertung - wir haben mit keinem davon zusammengearbeitet.

Große Generalisten mit internationaler Aufstellung (etwa Peak Ace) passen, wenn du mehrere Märkte und Sprachen bespielst, SEO mit Paid Media verzahnen willst und interne Ansprechpartner für die Steuerung hast. Sie sind teurer und brauchen ein Projektvolumen, das die Struktur trägt.

Etablierte Mittelstandsagenturen (etwa Seokratie, Evergreen Media, Suchhelden, Fairrank) sind der breite Mittelweg: eingespielte Prozesse, viel Content-Kompetenz, klare Reportings. Prüf hier besonders genau, wie viel echte Shop-Erfahrung im konkreten Team steckt - nicht in der Agentur insgesamt.

E-Commerce-Spezialisten (etwa max-online, eMinded, Better Sell Online) sind meist die richtige Wahl, wenn dein Umsatz überwiegend aus dem Shop kommt. Kleiner, tiefer, näher am System. Frag hier nach Kapazität und Vertretungsregelung.

Erfahrene Freelancer sind unterschätzt. Für einen Shop mit klarem Sortiment und interner Umsetzungskraft bekommst du oft mehr echte Arbeitszeit pro Euro als bei jeder Agentur. Das Risiko ist der Ausfall einer einzelnen Person - kläre das vertraglich.

Inhouse plus punktuelle Beratung ist die günstigste Variante, wenn du bereits jemanden im Team hast, der Inhalte und Shoppflege übernimmt. Externe Expertise kaufst du dann tageweise für Strategie und Technik ein.

Wann du gar keine Agentur brauchst

Es gibt drei Situationen, in denen ein Agenturvertrag Geld verbrennt:

Der Shop ist technisch kaputt. Wenn Ladezeiten, Checkout oder Tracking nicht funktionieren, bringt jede zusätzliche Sichtbarkeit nur mehr Menschen zum Abbruch. Erst reparieren, dann Reichweite kaufen.

Es gibt niemanden intern. SEO scheitert selten an der Strategie und fast immer an der Umsetzung: Texte werden nicht freigegeben, Entwicklertickets bleiben liegen, Produktdaten sind unvollständig. Wenn du keine Kapazität für die Zuarbeit hast, kauf zuerst diese Kapazität.

Das Produkt hat keine Suchnachfrage. Bei echten Innovationen sucht niemand nach dem, was du verkaufst. Dann ist SEO nicht dein erster Kanal, sondern dein dritter.

Wie du das der Geschäftsführung berichtest

Das ist der Teil, der über deine Position im Unternehmen entscheidet - und der Teil, den die meisten Agenturen dir nicht abnehmen. Drei Empfehlungen:

Setz die Erwartung vor dem Start, nicht nach dem ersten Quartal. Ein realistischer Verlauf: Monat 1 bis 3 Analyse und technische Grundlagen, sichtbar passiert wenig. Monat 4 bis 6 erste Bewegung bei Rankings und Impressionen. Ab Monat 6 bis 9 messbarer Effekt auf organischen Umsatz. Wer diesen Verlauf im Vorfeld kommuniziert, steht in Monat 4 nicht unter Rechtfertigungsdruck.

Berichte in Geld, nicht in Positionen. Die Geschäftsführung interessiert organischer Umsatz und Deckungsbeitrag aus organischem Traffic, ergänzt um die Entwicklung nach Kategorie. Rankings und Sichtbarkeitsindizes gehören in den Anhang - sie erklären Bewegungen, sie sind nicht das Ziel.

Definier eine Abbruchbedingung. Leg vorab fest, woran ihr nach neun Monaten erkennt, dass es nicht funktioniert. Das nimmt dir persönlich das Risiko aus der Entscheidung und diszipliniert die Agentur.

Und wenn wir passen

Wir sind eine E-Commerce-Agentur aus Graz und arbeiten mit WooCommerce und Shopify. SEO ist bei uns kein eigenes Produkt, sondern Teil der Shop-Arbeit - weil sich Sichtbarkeit, Technik und Conversion bei einem Shop ohnehin nicht sauber trennen lassen. Unsere Preise stehen weiter oben in diesem Artikel und öffentlich auf unserer Startseite.

Wenn du reine SEO-Beratung ohne Shop-Bezug suchst, einen Konzern mit fünf Sprachmärkten steuerst oder ein sechsstelliges Jahresbudget verteilst, sind wir nicht die Richtigen. Dann steht der passende Anbietertyp weiter oben.

Häufige Fragen

Welche SEO-Agenturen im DACH-Raum liefern nachweislich Ergebnisse?
Diese Frage lässt sich allgemein nicht beantworten, weil es keine unabhängige Prüfstelle für SEO-Ergebnisse gibt. Nahezu alle "Top 10"-Ranglisten stammen von Agenturen, die sich selbst mit aufführen. Nachweisbar ist Erfolg nur fallbezogen: durch Case Studies mit Ausgangslage, Maßnahmen, absoluten Zahlen und Zeitraum - und durch direkte Gespräche mit Referenzkunden. Nach diesen Kriterien kannst du drei Anbieter innerhalb einer Woche selbst prüfen.

Was kostet eine SEO-Agentur für einen Onlineshop im Monat?
Realistische laufende Betreuung für einen Shop beginnt im höheren dreistelligen Bereich pro Monat und liegt bei größeren Sortimenten im niedrigen vierstelligen Bereich. Bei uns sind es 890 € beziehungsweise 1.590 € netto monatlich. Deutlich günstigere Retainer enthalten rechnerisch zu wenige Arbeitsstunden, um über Reporting und Abstimmung hinauszukommen.

Wie lange dauert es, bis SEO wirkt?
Erste Bewegungen sind meist nach vier bis sechs Monaten sichtbar, ein messbarer Effekt auf den organischen Umsatz nach sechs bis neun Monaten. Schnellere Ergebnisse gibt es, wenn technische Fehler behoben werden, die vorhandene Sichtbarkeit blockiert haben - das ist dann aber Reparatur, nicht Aufbau.

Woran erkenne ich eine unseriöse SEO-Agentur?
An Garantien auf Platz 1, an Linkpaketen mit fester Stückzahl, an fehlendem Interesse für deine Margen und Umsatzzahlen, an Reportings ohne Umsatzbezug, an Zugängen und Inhalten, die auf Agenturkonten laufen, und an Abschlussdruck bei einer Investition, die erst nach Monaten wirkt.

Ist eine spezialisierte E-Commerce-Agentur besser als ein SEO-Generalist?
Wenn dein Umsatz überwiegend aus dem Shop kommt: in der Regel ja. Facettenfilter, Varianten, Kategorie-Produkt-Kannibalisierung und ausgelistete Artikel sind Themen, die es außerhalb von Shops nicht gibt und die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Bei mehreren Sprachmärkten oder starker Verzahnung mit Paid Media kann ein großer Generalist die bessere Wahl sein.

Soll ich lieber ein SEO-Tool nutzen statt eine Agentur zu beauftragen?
Das hängt davon ab, wo dein Engpass liegt. Fehlt dir Struktur und du willst selbst umsetzen, reicht oft ein Tool. Fehlt dir Zeit oder Sicherheit bei der Priorisierung, ist Beratung günstiger, weil sie Umwege vermeidet. Wir haben das in einem eigenen Erfahrungsbericht durchgespielt.

Aus der Praxis geschrieben

Bevor du eine Agentur beauftragst, solltest du wissen, wo dein Shop steht. Genau das liefert unser Shop-Check: systematische Prüfung, schriftlicher Befund, priorisiert nach Umsatzhebel - 690 € Fixpreis, Zahlung erst nach Lieferung des Berichts. Der Bericht gehört dir und funktioniert auch als Ausschreibungsgrundlage für jede andere Agentur.

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