Kaufhebel · Preis

Preis pro Tag: wie aus 690 € ein Betrag wird, der nicht wehtut

Eine Matratze für 690 € ist eine Anschaffung. Rund 24 Cent pro Nacht sind eine Kleinigkeit – dabei ist es derselbe Preis. Die Umrechnung auf Tag, Monat oder Nutzung hilft bei langlebigen Produkten. Sie darf aber nur ergänzen, nie den Gesamtpreis verdrängen.

Effekt Preis-Framing Wirkung mittel Aufwand gering Mit Regeln

Live-Demo

Dieselbe Matratze, drei Preisdarstellungen

Der Preis ist immer 690 €. Schalte um und achte darauf, wie sich die Frage im Kopf ändert – und warum die dritte Variante zwar verlockend aussieht, aber nicht in deinen Shop gehört.

Produktkarte

Matratze Komfort

90 × 200 cm · 7 Zonen · Bezug waschbar

690,00 € inkl. MwSt., versandkostenfrei

Die dritte Variante zeigen wir nur als Warnung. Sie ist genau das, was die Preisangabenverordnung verhindern will: Der Betrag, den der Kunde wirklich zahlt, wird zur Fußnote.

Du verkaufst langlebige Produkte oder Abos und willst die Umrechnung sauber einbauen? Wir sehen uns deine Produktseiten gemeinsam an.Kostenloser 30-Minuten-Call · unverbindlich · per Video oder Telefon

30 Min. sprechen: Preisdarstellung prüfen

Die Psychologie dahinter

Warum kleine Beträge sich anders anfühlen als große

Zahlungsschmerz

Eine große Summe auf einmal fühlt sich an wie ein Verlust. Derselbe Betrag, zerlegt in kleine Stücke, löst deutlich weniger Widerstand aus – obwohl sich rechnerisch nichts ändert.

Eine andere Schublade

Große Beträge landen im Kopf bei „Anschaffungen“, kleine bei „Alltag“ – neben Kaffee und Busticket. In der Forschung ist das als „Pennies-a-Day“-Effekt beschrieben, unter anderem vom Marketingforscher John Gourville.

Ein Vergleich, den jeder kennt

„Weniger als ein Cappuccino im Café“ beantwortet die Frage nach dem Wert sofort. Das wirkt aber nur, wenn der Vergleich fair ist – mit laufenden Kosten und einer glaubwürdigen Nutzung.

Umrechner

Was kostet dein Produkt pro Tag, Monat und Nutzung?

Trag Preis und Nutzung ein. Du bekommst die Werte, eine Vorschau in der richtigen Reihenfolge und einen Textbaustein zum Kopieren – mit Warnung, wenn die Annahmen wackeln.

Vergleich (optional)

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Ergebnis

pro Tag–
pro Monat–
pro Nutzung–

Vorschau – so gehört es unter den Preis

    Einsatz

    Wofür sich die Umrechnung eignet – und wofür nicht

    Langlebige Anschaffungen Ja

    Matratzen, Kaffeemaschinen, Werkzeug, hochwertige Kleidung – hoher Preis, lange und regelmäßige Nutzung.

    Abos Mit Regeln

    Ein Jahresabo pro Monat oder Tag zu zeigen, ist naheliegend – Laufzeit und Gesamtkosten müssen trotzdem klar dastehen.

    Günstige Artikel Nein

    Bei 19 € tut niemandem etwas weh. Eine Umrechnung auf Cent wirkt dann eher kleinlich als hilfreich.

    Verbrauchsware & Trends Nein

    Wo die Nutzungsdauer niemand seriös benennen kann, wird die Rechnung zur Behauptung – und angreifbar.

    Ehrlich abgewogen

    Lohnt sich der Preis pro Tag für deinen Shop?

    Spricht dafür

    • Senkt die gefühlte Hürde bei teuren Produkten – ohne den Preis zu ändern.
    • Macht Qualität verständlich: Wer länger hält, kostet pro Tag weniger als das Billigprodukt.
    • Schnell umgesetzt: ein Produktfeld und eine Zeile unter dem Preis.
    • Gut kombinierbar mit einem fairen Vergleich zu Alltagsausgaben.

    Spricht dagegen

    • Rechtlich nicht beliebig: Der Gesamtpreis muss die hervorgehobene Angabe bleiben.
    • Braucht eine belegbare Nutzungsdauer – eine geschätzte Zahl ist angreifbar.
    • Kann unseriös wirken, wenn Cent-Beträge bei jedem Produkt stehen.
    • Verwechslungsgefahr mit Grundpreis oder Ratenzahlung, wenn die Gestaltung nicht klar trennt.
    • Pflegeaufwand: Ändert sich der Preis, muss die Umrechnung automatisch mitgehen.

    Rechts-Ampel

    Was du rechtlich beachten musst

    Mit Regeln

    Als Rechenhilfe unter dem Preis zulässig – als Hauptpreis nicht.

    • Der Gesamtpreis bleibt die Hauptangabe.Gegenüber Verbrauchern muss der Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer angegeben werden – in Deutschland nach der Preisangabenverordnung, in Österreich gelten vergleichbare Vorgaben. Eine Umrechnung darf ihn nicht in den Hintergrund drängen. Steht der Tagespreis groß und der Gesamtpreis klein daneben, ist das irreführend.
    • Die Umrechnung ist kein Grundpreis – und darf nicht so wirken.Der Grundpreis ist der Preis je Kilogramm, Liter oder Meter und bei vielen Waren Pflicht. Ein Preis pro Tag ersetzt ihn nicht und sollte optisch klar davon getrennt sein. Mehr dazu in unserem Beitrag zur Grundpreisangabe.
    • Die Nutzungsdauer muss realistisch und belegbar sein.Wer mit zehn Jahren rechnet, muss das begründen können – etwa mit Herstellerangaben, Garantie oder eigenen Daten. Eine geschönte Annahme macht die ganze Rechnung irreführend. Als Rechenbeispiel kennzeichnen.
    • Bei Abos: Laufzeit und Gesamtkosten klar nennen.Ein Monats- oder Tagesbetrag darf nicht verschleiern, wie lange das Abo mindestens läuft und was es insgesamt kostet.
    • „Ab 19 € im Monat“ als Ratenzahlung ist Kreditwerbung.Bietest du tatsächlich Ratenkauf an und wirbst mit der Monatsrate, gelten besondere Pflichtangaben, unter anderem ein repräsentatives Beispiel. Eine reine Umrechnung sollte deshalb nie wie eine zahlbare Rate aussehen.

    Stand 10/2026. Das ist eine Einordnung aus der Praxis, keine Rechtsberatung. Für verbindliche Prüfungen arbeiten wir mit der IT-Recht Kanzlei zusammen.

    Umsetzung

    So bauen wir den Preis pro Tag in WooCommerce und Shopify

    Die Rechnung ist trivial. Wichtig ist, dass sie automatisch mit dem Preis mitgeht und nur dort erscheint, wo die Nutzungsdauer belegbar ist.

    PlattformSo wird es gebautAufwandWorauf wir achten
    WooCommerceNutzungsdauer als eigenes Produktfeld. Die Umrechnung erscheint als kleiner Zusatz unter dem Preis – über einen Filter auf die Preisausgabe oder ein Element im Produkt-Template.0,5–1 TagVarianten mit eigenem Preis brauchen eine eigene Rechnung. Der Zusatz darf nicht in Warenkorb, Rechnung oder Feed rutschen, wo er als Preis missverstanden wird.
    ShopifyMetafeld „Nutzungsdauer“ am Produkt, Berechnung im Theme per Liquid direkt unter dem Preis.0,5–1 TagBeim Variantenwechsel muss sich der Wert per JavaScript mit aktualisieren. Bei mehreren Märkten die Währung des Markts verwenden.
    BeideNur bei ausgewählten Produkten anzeigen, einheitlich runden und als Rechenbeispiel kennzeichnen.inklusiveIm B2B-Shop klar sagen, ob netto oder brutto gerechnet wird. Die Umrechnung nie größer oder auffälliger als den Gesamtpreis gestalten.

    Aus Shop-Checks

    Die häufigsten Fehler beim Preis pro Tag

    Der Tagespreis ist der Hauptpreis

    Groß und farbig „nur 0,24 €“, der Gesamtpreis grau darunter. Genau das macht aus einer Rechenhilfe eine Irreführung.

    Die Nutzungsdauer ist geschönt

    Fünfzehn Jahre für ein Produkt mit zwei Jahren Garantie. Wer die Zahl nicht belegen kann, sollte sie nicht verwenden.

    Der Vergleich hinkt

    „Günstiger als der Café-Cappuccino“ – aber Bohnen, Milch und Strom fehlen in der Rechnung. Ein unfairer Vergleich kostet Vertrauen und kann angreifbar sein.

    Sieht aus wie eine Rate

    „Nur 19 € im Monat“ ohne Ratenkauf im Checkout. Kunden suchen die Ratenzahlung – und brechen ab, wenn sie nicht existiert.

    Die Zahl bleibt nach Preisänderung stehen

    Der Preis steigt, die Umrechnung steht noch fest im Text. Wer sie von Hand pflegt, zeigt früher oder später falsche Werte.

    Unsicher, ob sich das für dich lohnt?

    Wir sehen uns deine Produkte und Preise an und sagen dir, wo die Umrechnung hilft – im kostenlosen Call.

    Call buchen

    Häufige Fragen

    Preis pro Tag – kurz beantwortet

    Was bedeutet Preis pro Tag im Marketing?

    Der Gesamtpreis eines Produkts wird auf die Nutzungsdauer umgerechnet, etwa "bei 8 Jahren Nutzung rund 0,24 Euro pro Nacht" für eine Matratze. Kleine, alltägliche Beträge fühlen sich weniger schmerzhaft an als eine große Summe auf einmal. In der Forschung ist das als Pennies-a-Day-Effekt bekannt.

    Ist eine Preisangabe pro Tag erlaubt?

    Als zusätzliche Rechenhilfe ja, wenn der Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer klar angegeben ist und die hervorgehobene Angabe bleibt. Die angenommene Nutzungsdauer muss realistisch und belegbar sein und als Rechenbeispiel erkennbar. Riskant wird es, wenn der Tagespreis groß und der Gesamtpreis klein daneben steht.

    Ist der Preis pro Tag ein Grundpreis?

    Nein. Der Grundpreis ist der Preis je Mengeneinheit, etwa je Kilogramm oder Liter, und bei vielen Waren Pflicht. Ein Preis pro Tag ist eine freiwillige Umrechnung auf die Nutzungszeit. Er ersetzt keinen Grundpreis und sollte auch optisch nicht so aussehen.

    Wie berechne ich den Preis pro Tag?

    Gesamtpreis geteilt durch die Nutzungsdauer in Tagen, also Jahre mal 365. Für den Preis pro Nutzung teilst du durch die Zahl der Nutzungen über die ganze Dauer - bei täglicher Nutzung also wieder durch die Zahl der Tage. Laufende Kosten wie Verbrauchsmaterial gehören dazu, wenn du mit einer Alternative vergleichst.

    Darf ich mit "ab 19 Euro im Monat" werben?

    Wenn damit eine Ratenzahlung gemeint ist, ist das Werbung für einen Kredit. Dann gelten besondere Pflichtangaben, unter anderem ein repräsentatives Beispiel mit Sollzins, effektivem Jahreszins und Gesamtbetrag. Eine reine Umrechnung ohne Ratenkauf sollte deshalb nicht wie ein Monatsbeitrag aussehen, den man tatsächlich zahlen kann.

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    Was sich gut damit kombinieren lässt

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    Teure Produkte leichter verkaufen

    Wir bauen die Umrechnung in deinen Shop – sauber unter dem Preis

    In 30 Minuten schauen wir auf deine Produkte, Preise und Abos. Du weißt danach, wo eine Umrechnung hilft, welche Nutzungsdauer du belegen kannst und was die Umsetzung in WooCommerce oder Shopify kostet.

    Du sprichst direkt mit Irena oder Ronny Kühn – nicht mit einem Vertriebsteam.