Kaufhebel · Preis
Eine Matratze für 690 € ist eine Anschaffung. Rund 24 Cent pro Nacht sind eine Kleinigkeit – dabei ist es derselbe Preis. Die Umrechnung auf Tag, Monat oder Nutzung hilft bei langlebigen Produkten. Sie darf aber nur ergänzen, nie den Gesamtpreis verdrängen.
Live-Demo
Der Preis ist immer 690 €. Schalte um und achte darauf, wie sich die Frage im Kopf ändert – und warum die dritte Variante zwar verlockend aussieht, aber nicht in deinen Shop gehört.
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* Rechenbeispiel: 690 € geteilt durch 8 Jahre (2.920 Nächte). Die tatsächliche Nutzungsdauer hängt von Gebrauch und Pflege ab.
Die dritte Variante zeigen wir nur als Warnung. Sie ist genau das, was die Preisangabenverordnung verhindern will: Der Betrag, den der Kunde wirklich zahlt, wird zur Fußnote.
Du verkaufst langlebige Produkte oder Abos und willst die Umrechnung sauber einbauen? Wir sehen uns deine Produktseiten gemeinsam an.Kostenloser 30-Minuten-Call · unverbindlich · per Video oder Telefon
30 Min. sprechen: Preisdarstellung prüfenDie Psychologie dahinter
Eine große Summe auf einmal fühlt sich an wie ein Verlust. Derselbe Betrag, zerlegt in kleine Stücke, löst deutlich weniger Widerstand aus – obwohl sich rechnerisch nichts ändert.
Große Beträge landen im Kopf bei „Anschaffungen“, kleine bei „Alltag“ – neben Kaffee und Busticket. In der Forschung ist das als „Pennies-a-Day“-Effekt beschrieben, unter anderem vom Marketingforscher John Gourville.
„Weniger als ein Cappuccino im Café“ beantwortet die Frage nach dem Wert sofort. Das wirkt aber nur, wenn der Vergleich fair ist – mit laufenden Kosten und einer glaubwürdigen Nutzung.
Umrechner
Trag Preis und Nutzung ein. Du bekommst die Werte, eine Vorschau in der richtigen Reihenfolge und einen Textbaustein zum Kopieren – mit Warnung, wenn die Annahmen wackeln.
Vergleich (optional)
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Vorschau – so gehört es unter den Preis
Einsatz
Matratzen, Kaffeemaschinen, Werkzeug, hochwertige Kleidung – hoher Preis, lange und regelmäßige Nutzung.
Ein Jahresabo pro Monat oder Tag zu zeigen, ist naheliegend – Laufzeit und Gesamtkosten müssen trotzdem klar dastehen.
Bei 19 € tut niemandem etwas weh. Eine Umrechnung auf Cent wirkt dann eher kleinlich als hilfreich.
Wo die Nutzungsdauer niemand seriös benennen kann, wird die Rechnung zur Behauptung – und angreifbar.
Ehrlich abgewogen
Rechts-Ampel
Als Rechenhilfe unter dem Preis zulässig – als Hauptpreis nicht.
Stand 10/2026. Das ist eine Einordnung aus der Praxis, keine Rechtsberatung. Für verbindliche Prüfungen arbeiten wir mit der IT-Recht Kanzlei zusammen.
Umsetzung
Die Rechnung ist trivial. Wichtig ist, dass sie automatisch mit dem Preis mitgeht und nur dort erscheint, wo die Nutzungsdauer belegbar ist.
| Plattform | So wird es gebaut | Aufwand | Worauf wir achten |
|---|---|---|---|
| WooCommerce | Nutzungsdauer als eigenes Produktfeld. Die Umrechnung erscheint als kleiner Zusatz unter dem Preis – über einen Filter auf die Preisausgabe oder ein Element im Produkt-Template. | 0,5–1 Tag | Varianten mit eigenem Preis brauchen eine eigene Rechnung. Der Zusatz darf nicht in Warenkorb, Rechnung oder Feed rutschen, wo er als Preis missverstanden wird. |
| Shopify | Metafeld „Nutzungsdauer“ am Produkt, Berechnung im Theme per Liquid direkt unter dem Preis. | 0,5–1 Tag | Beim Variantenwechsel muss sich der Wert per JavaScript mit aktualisieren. Bei mehreren Märkten die Währung des Markts verwenden. |
| Beide | Nur bei ausgewählten Produkten anzeigen, einheitlich runden und als Rechenbeispiel kennzeichnen. | inklusive | Im B2B-Shop klar sagen, ob netto oder brutto gerechnet wird. Die Umrechnung nie größer oder auffälliger als den Gesamtpreis gestalten. |
Aus Shop-Checks
Groß und farbig „nur 0,24 €“, der Gesamtpreis grau darunter. Genau das macht aus einer Rechenhilfe eine Irreführung.
Fünfzehn Jahre für ein Produkt mit zwei Jahren Garantie. Wer die Zahl nicht belegen kann, sollte sie nicht verwenden.
„Günstiger als der Café-Cappuccino“ – aber Bohnen, Milch und Strom fehlen in der Rechnung. Ein unfairer Vergleich kostet Vertrauen und kann angreifbar sein.
„Nur 19 € im Monat“ ohne Ratenkauf im Checkout. Kunden suchen die Ratenzahlung – und brechen ab, wenn sie nicht existiert.
Der Preis steigt, die Umrechnung steht noch fest im Text. Wer sie von Hand pflegt, zeigt früher oder später falsche Werte.
Wir sehen uns deine Produkte und Preise an und sagen dir, wo die Umrechnung hilft – im kostenlosen Call.
Häufige Fragen
Der Gesamtpreis eines Produkts wird auf die Nutzungsdauer umgerechnet, etwa "bei 8 Jahren Nutzung rund 0,24 Euro pro Nacht" für eine Matratze. Kleine, alltägliche Beträge fühlen sich weniger schmerzhaft an als eine große Summe auf einmal. In der Forschung ist das als Pennies-a-Day-Effekt bekannt.
Als zusätzliche Rechenhilfe ja, wenn der Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer klar angegeben ist und die hervorgehobene Angabe bleibt. Die angenommene Nutzungsdauer muss realistisch und belegbar sein und als Rechenbeispiel erkennbar. Riskant wird es, wenn der Tagespreis groß und der Gesamtpreis klein daneben steht.
Nein. Der Grundpreis ist der Preis je Mengeneinheit, etwa je Kilogramm oder Liter, und bei vielen Waren Pflicht. Ein Preis pro Tag ist eine freiwillige Umrechnung auf die Nutzungszeit. Er ersetzt keinen Grundpreis und sollte auch optisch nicht so aussehen.
Gesamtpreis geteilt durch die Nutzungsdauer in Tagen, also Jahre mal 365. Für den Preis pro Nutzung teilst du durch die Zahl der Nutzungen über die ganze Dauer - bei täglicher Nutzung also wieder durch die Zahl der Tage. Laufende Kosten wie Verbrauchsmaterial gehören dazu, wenn du mit einer Alternative vergleichst.
Wenn damit eine Ratenzahlung gemeint ist, ist das Werbung für einen Kredit. Dann gelten besondere Pflichtangaben, unter anderem ein repräsentatives Beispiel mit Sollzins, effektivem Jahreszins und Gesamtbetrag. Eine reine Umrechnung ohne Ratenkauf sollte deshalb nicht wie ein Monatsbeitrag aussehen, den man tatsächlich zahlen kann.
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