Sichtbarkeitshebel · Technik
Google und deine Kunden lesen die Struktur deines Shops gleich: Was nah an der Startseite liegt und oft verlinkt ist, ist wichtig. Was tief verschachtelt oder gar nicht verlinkt ist, fällt durch. Hier siehst du den Unterschied am Shop-Baum, planst deine eigene Struktur und prüfst deine Linktexte.
Live-Demo
Die Zahl am Knoten ist die Klicktiefe von der Startseite. Klick auf eine Seite, um zu sehen, von wo sie verlinkt wird. Die wandernden Punkte zeigen, wie die „Linkkraft“ der Startseite nach unten weitergereicht wird und mit jeder Ebene dünner wird.
Dann siehst du ihre Klicktiefe, die Seiten, die auf sie verlinken, und ihre Brotkrumen.
Vereinfachte Illustration: Wie Google Links genau gewichtet, ist nicht öffentlich. Das Grundprinzip gilt aber: Seiten, die nah an der Startseite liegen und von mehreren wichtigen Seiten verlinkt werden, werden leichter gefunden und als wichtiger eingeordnet. Die Hauptnavigation steht auf jeder Seite – ihre Punkte haben deshalb immer Klicktiefe 1.
Wir schauen gemeinsam auf die Struktur deines Shops – und darauf, welche Kategorien zu tief liegen.Kostenloser 30-Minuten-Call · unverbindlich · per Video oder Telefon
30 Min. sprechen: Shop-StrukturSo liest Google deine Struktur
Startseite → Hauptkategorie → Unterkategorie → Produkt. Mehr Ebenen braucht kaum ein Shop. Lieber mehr Kategorien nebeneinander als viele ineinander.
Nicht: Shop › Outdoor › Bekleidung › Jacken › RegenjackenFaustregel: wichtige Kategorien in höchstens zwei Klicks, Produkte in drei bis vier. Tiefe Seiten werden seltener besucht – von Kunden und vom Googlebot.
Sie zeigen den Weg zurück und verlinken ganz nebenbei jede übergeordnete Kategorie. Der Pfad folgt der Hierarchie, nicht dem Weg, den der Besucher gerade gegangen ist.
Start › Rucksäcke › WanderrucksäckeDie Startseite und gut besuchte Ratgeber sind die stärksten Seiten im Shop. Eine Kachel oder ein Link von dort holt eine wichtige Kategorie nach vorn – mehr dazu bei Ratgeber, die verkaufen.
Der klickbare Text sagt, was hinter dem Link wartet. „Wanderrucksäcke für Tagestouren“ statt „hier klicken“ – hilft Google, Screenreader-Nutzern und allen, die nur überfliegen.
Jede Seite braucht mindestens einen Link von einer anderen Seite. Und die Hauptnavigation bleibt überschaubar: Ein Menü mit 80 Punkten verteilt die Aufmerksamkeit so dünn, dass nichts mehr wichtig wirkt.
Werkzeug
Leg deine Kategorien an, wähle die übergeordnete Seite und markiere, was im Menü steht oder aus einem Ratgeber verlinkt ist. Der Planer rechnet die Klicktiefe, warnt bei Problemen und schreibt dir eine Liste empfohlener interner Links zum Kopieren.
Die Hauptnavigation steht auf jeder Seite, ihre Punkte zählen deshalb als ein Klick. Ein Ratgeber-Bereich wird als von der Startseite verlinkt angenommen. Deine Struktur bleibt nur in diesem Browser gespeichert.
Deine Struktur im Call durchgehenWir prüfen mit dir, welche Kategorien zu tief liegen und welche Links sich zuerst lohnen.
Ankertext-Check
Kopier die Linktexte aus Kategoriebeschreibungen, Ratgebern oder Teasern hierher – einen pro Zeile.
Optional mit Ziel: Wanderrucksäcke | /wanderrucksaecke/
Deine Linktexte im Call besprechenWir schauen, wo deine internen Links mehr leisten können – und wie du sie im Shop umsetzt.
Ehrlich abgewogen
Risiko-Ampel
Interne Links sind ausdrücklich erwünscht – es kommt nur darauf an, dass sie für Menschen gemacht sind.
Stand 10/2026. Eingeordnet nach den Google-Richtlinien für die Suche und dem Recht in Deutschland und Österreich. Das ist eine Einschätzung aus der Praxis, keine Rechtsberatung – für verbindliche rechtliche Prüfungen arbeiten wir mit der IT-Recht Kanzlei zusammen.
Umsetzung
WooCommerce bildet die Hierarchie auch in der URL ab, Shopify nicht. Das Ziel ist trotzdem dasselbe: kurze Wege, klare Brotkrumen, gezielte Querverweise.
| Plattform | So wird es gebaut | Aufwand | Worauf wir achten |
|---|---|---|---|
| WooCommerce | Produktkategorien mit Eltern-Kategorien anlegen, Permalinks einmal sauber festlegen, Brotkrumen über das Theme oder ein SEO-Plugin wie Rank Math ausgeben. Querverweise auf Nachbarkategorien direkt in die Kategoriebeschreibung schreiben. | 1–3 Tage | Produkte nur einer Hauptkategorie zuordnen, damit Brotkrumen eindeutig sind. Permalinks nach dem Start nicht mehr ändern – oder nur mit Weiterleitungen. |
| Shopify | Kollektionen anlegen und die Hierarchie über verschachtelte Menüs abbilden. Die URLs bleiben fest bei /collections/… und /products/… – Brotkrumen kommen aus dem Theme und folgen dem Menü oder der Kollektion. | 1–2 Tage | Viele Themes verlinken Produkte über die Kollektion (/collections/…/products/…). Die kanonische URL zeigt dann auf /products/… – wir prüfen, ob Theme und Verlinkung dazu passen. |
| Beide | Kacheln für wichtige Kategorien auf der Startseite, Links aus Ratgebern, Menü aufräumen. Bei größeren Umbauten einen Weiterleitungsplan wie im Umzugs-Guide erstellen. Für umfangreiche Sortimente: große Websites planen. | +0,5–2 Tage | Nach dem Umbau in der Search Console prüfen, ob alte URLs sauber weiterleiten und neue Seiten indexiert werden. Crawling-Tools zeigen Klicktiefe und verwaiste Seiten für den echten Shop. |
Aus Shops, die wir übernommen haben
Eine Ebene, die nur aus einem Link besteht: Startseite → Shop → Kategorien. Jede Seite im Shop liegt dadurch einen Klick tiefer als nötig.
Die Sale- oder Geschenkseite stand nur im Newsletter. Nach der Aktion ist sie verwaist – und rankt im nächsten Jahr nicht, wenn sie gebraucht wird.
Jede Unterkategorie im Menü, dazu Marken und Filter. Auf dem Handy wird daraus eine endlose Liste, und die wirklich wichtigen Kategorien gehen unter.
Der Blogartikel zu Regenjacken rankt gut – und verlinkt auf keine einzige Kategorie. Die Besucher gehen wieder, statt weiterzuklicken.
Neue Kategorienamen, neue URLs, alte Links laufen ins Leere. Die über Jahre aufgebauten Rankings beginnen wieder von vorn.
Wir schauen gemeinsam auf Menü, Kategorien und interne Links – im kostenlosen Call.
Häufige Fragen
Die Zahl der Klicks, die man von der Startseite aus mindestens braucht, um eine Seite zu erreichen. Eine Kategorie, die direkt in der Hauptnavigation steht, hat die Klicktiefe 1. Ein Produkt, das nur über Hauptkategorie, Unterkategorie und Unter-Unterkategorie erreichbar ist, hat die Klicktiefe 4.
Eine feste Grenze von Google gibt es nicht. Als Faustregel sollten wichtige Kategorien in höchstens zwei Klicks und Produkte in höchstens drei bis vier Klicks von der Startseite erreichbar sein. Seiten, die sehr tief liegen, werden erfahrungsgemäß seltener gecrawlt und von Besuchern seltener gefunden.
Google findet neue Seiten vor allem über Links. Interne Links zeigen außerdem, welche Seiten dir wichtig sind, und der Linktext hilft zu verstehen, worum es auf der Zielseite geht. Links von starken Seiten wie der Startseite oder gut besuchten Ratgebern geben der Zielseite zusätzliches Gewicht.
Eine Seite, auf die keine andere Seite des Shops verlinkt - etwa eine Aktionsseite, die nur in einem Newsletter stand, oder eine Kategorie, die aus dem Menü entfernt wurde. Google findet sie höchstens über die Sitemap und stuft sie oft als unwichtig ein. Besucher finden sie gar nicht.
Für die meisten Shops ja. Brotkrumen zeigen Besuchern, wo sie sind, und verlinken automatisch nach oben zu den übergeordneten Kategorien. Mit passenden strukturierten Daten kann Google den Pfad auch für das Suchergebnis nutzen. Wichtig ist, dass Markup und sichtbare Brotkrumen übereinstimmen.
Shopify gibt diese Struktur fest vor: Kollektionen liegen unter /collections/, Produkte unter /products/. Die Verzeichnisse lassen sich nicht umbenennen oder verschachteln. Die Hierarchie deines Shops entsteht bei Shopify deshalb über Menüs, Brotkrumen und Verlinkung - nicht über die URL. Für Google ist das kein Nachteil.
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Kurze Wege für Google und Kunden
In 30 Minuten gehen wir Menü, Kategorien und interne Links durch. Du weißt danach, welche Seiten zu tief liegen, welche Links am meisten bringen und was ein Umbau in WooCommerce oder Shopify kostet.
Du sprichst direkt mit Irena oder Ronny Kühn – nicht mit einem Vertriebsteam.