Sichtbarkeitshebel · Technik

Strukturierte Daten: Preis, Verfügbarkeit und Sterne direkt im Suchergebnis

Ein paar Zeilen JSON-LD im Quelltext sagen Google, was auf der Seite steht: welches Produkt, welcher Preis, ob es lieferbar ist. Daraus können auffälligere Treffer werden – aber nur, wenn das Markup stimmt und zum sichtbaren Inhalt passt. Hier siehst du den Unterschied und erzeugst dein eigenes Markup.

Thema Rich Results Wirkung mittel Aufwand gering Mit Regeln

Live-Demo

Derselbe Treffer – einmal ohne, einmal mit Product-Markup

Schalte das Markup ein und fahre über die neuen Angaben im Treffer (oder tippe sie an). Rechts leuchtet die Zeile im JSON-LD auf, aus der sie stammen.

Suchergebnis-Attrappe
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Quelltext der Produktseitegekürzter Ausschnitt

          

Title und Beschreibung im Treffer kommen weiterhin aus Title-Tag, Meta-Description oder Seiteninhalt – nicht aus dem Markup. Beispielwerte, keine echte Marke. Ob Google Sterne, Preis oder Versandinfos zeigt, entscheidet Google im Einzelfall.

Was gibt dein Shop heute an strukturierten Daten aus – und fehlt etwas oder steht es doppelt drin? Wir schauen es gemeinsam an.Kostenloser 30-Minuten-Call · unverbindlich · per Video oder Telefon

30 Min. sprechen: mein Product-Markup

Was dahintersteckt

Drei Markup-Typen, die jeder Shop kennen sollte

Product

Das Produkt und sein Angebot

Name, Bild, Beschreibung, Marke, GTIN und SKU. Dazu das Angebot (Offer) mit Preis, Währung, Verfügbarkeit und Zustand, optional Bewertungen sowie Versand- und Rückgabebedingungen.

BreadcrumbList

Der Pfad zur Seite

Startseite › Damen › Laufschuhe. Hilft Google, die Seite in die Struktur des Shops einzuordnen, und muss zur sichtbaren Brotkrumen-Navigation passen.

Organization

Wer hinter dem Shop steht

Name, Logo, Kontaktdaten und Profile – einmal auf der Startseite. Google kann solche Angaben für die Darstellung des Unternehmens nutzen; Pflichtangaben wie das Impressum ersetzt das nicht.

Produkt-Snippets

Erweiterte Treffer für Seiten über ein Produkt – mit Sternen, Preis oder Vor- und Nachteilen. Auch Testberichte und Ratgeber können sie bekommen. Voraussetzung: Name plus Bewertung, Gesamtbewertung oder Angebot.

Händlereinträge

Für Seiten, auf denen man das Produkt kaufen kann. Das Markup braucht ein Angebot mit Preis; Angaben wie Versand, Rückgabe und Verfügbarkeit können dann in weiteren Google-Bereichen erscheinen, etwa im Shopping-Tab. Für Shops die wichtigere Variante.

Wichtig für die Erwartung: Strukturierte Daten garantieren weder eine bestimmte Darstellung noch bessere Positionen. Sie machen eine Seite berechtigt – was Google daraus macht, entscheidet Google.

Werkzeug · Product-Schema-Generator

Erzeuge das JSON-LD für eine Produktseite

Felder ausfüllen, Code kopieren, im Rich-Results-Test prüfen. Der Generator warnt bei typischen Fehlern – vom Komma im Preis bis zur Bewertung ohne Anzahl. Alles läuft in deinem Browser, nichts wird gespeichert.

Optional: Versand & Rückgabe
Optional: Varianten
Optional: Bewertungen
Dein JSON-LD


        

    Danach den Code oder die fertige Seite im Rich-Results-Test von Google prüfen (Reiter „Code“). Der Test prüft die Technik – ob Preis, Verfügbarkeit und Sterne mit der sichtbaren Seite übereinstimmen, musst du selbst sicherstellen.

    Soll das direkt in deinen Shop?Wir prüfen, was dein Theme oder deine Plugins schon ausgeben, und bauen das Markup ohne Doppelungen ein.

    Ehrlich abgewogen

    Was strukturierte Daten bringen – und was nicht

    Spricht dafür

    • Auffälligere Treffer: Preis, Verfügbarkeit und Sterne können den Klick wahrscheinlicher machen.
    • Geringer Aufwand, weil WooCommerce und Shopify bereits eine Grundlage mitbringen.
    • Einmal richtig, überall richtig: Das Markup kommt aus der Vorlage und gilt für alle Produkte.
    • Gut prüfbar mit dem Rich-Results-Test und den Berichten der Search Console.
    • Grundlage für mehr: Das Merchant Center kann Preise und Verfügbarkeit aus dem Markup übernehmen.

    Spricht dagegen

    • Keine Garantie: Google entscheidet, ob und welche Zusatzangaben erscheinen.
    • Kein direkter Rankingschub – der Nutzen liegt in der Darstellung.
    • Fehler werden groß: Ein falscher Preis in der Vorlage steht auf tausend Seiten falsch.
    • Doppeltes Markup von Theme, Plugin und App widerspricht sich leicht.
    • Sterne nur mit echten Bewertungen – wer keine hat, bekommt auch keine.

    Risiko-Ampel

    Was Google und das Recht erwarten

    Mit Regeln

    Technisch einfach – aber das Markup muss die Wahrheit sagen, sonst wird es zum Risiko.

    • Das Markup muss den sichtbaren Inhalt widerspiegeln.Preis, Verfügbarkeit, Bewertungen und Versandangaben im JSON-LD müssen auf der Seite für Besucher genauso zu sehen sein. Angaben, die nur im Quelltext stehen, verstoßen gegen die Richtlinien für strukturierte Daten.
    • Sterne nur für echte, auf der Seite sichtbare Bewertungen.Erfundene, zugekaufte oder nicht angezeigte Bewertungen im Markup sind ein Verstoß. Selbst verfasste Bewertungen über das eigene Unternehmen (LocalBusiness oder Organization) sind für Sterne nicht zulässig. Mehr dazu in unserem Beitrag Manipuliertes Review-Schema-Markup; deine Bewertungen prüfst du mit dem Review-Check.
    • Verstöße können zu manuellen Maßnahmen führen.Google kann Rich Results für einzelne Seiten oder die ganze Website entziehen. Solche Maßnahmen stehen in der Search Console unter „Manuelle Maßnahmen“ und müssen nach der Korrektur per Antrag überprüft werden.
    • Preise im Markup müssen stimmen – auch bei Aktionen.Ändert sich der Preis im Shop, muss er sich im Markup mitändern. Wer Aktionspreise mit Vergleichspreis zeigt, muss zudem die 30-Tage-Regel einhalten: Streichpreise & Ankereffekt.
    • Informationspflicht zu Bewertungen.Wer Kundenbewertungen zeigt, muss in Deutschland und Österreich angeben, ob und wie geprüft wird, dass sie von Personen stammen, die das Produkt tatsächlich gekauft oder genutzt haben. Mehr unter Kundenstimmen.
    • FAQ- und HowTo-Markup bringt in der Suche kaum noch etwas.FAQ-Rich-Results zeigt Google seit August 2023 nur noch für ausgewählte Websites wie Behörden und Gesundheitsangebote; HowTo-Rich-Results wurden 2023 eingestellt.

    Stand 10/2026. Eingeordnet nach den Google-Richtlinien für die Suche und dem Recht in Deutschland und Österreich. Das ist eine Einschätzung aus der Praxis, keine Rechtsberatung – für verbindliche rechtliche Prüfungen arbeiten wir mit der IT-Recht Kanzlei zusammen.

    Umsetzung

    So bringen wir das Markup in WooCommerce und Shopify in Ordnung

    Meist geht es nicht darum, Markup neu zu erfinden, sondern das vorhandene zu vervollständigen – und Doppelungen zu entfernen.

    PlattformSo wird es gebautAufwandWorauf wir achten
    WooCommerceWooCommerce gibt selbst Product-Markup aus, SEO-Plugins wie Rank Math erweitern oder ersetzen es. Wir legen fest, wer das Markup liefert, ergänzen Marke, GTIN (eigenes Produktfeld), Versand und Rückgabe und entfernen Doppelungen.0,5–2 TageZwei Product-Blöcke mit unterschiedlichen Preisen auf einer Seite. Variable Produkte: Preisspanne und Verfügbarkeit je Variante sauber abbilden. Bewertungs-Plugins schreiben oft eigenes Markup dazu.
    ShopifyThemes geben Product-Markup unterschiedlich vollständig aus. Wir prüfen die Ausgabe und ergänzen fehlende Angaben direkt im Theme (Liquid), GTIN kommt aus dem Barcode-Feld. Bewertungs-Apps liefern ihr eigenes Markup für die Sterne.0,5–2 TageNach Theme-Updates erneut prüfen. App-Markup und Theme-Markup müssen zusammenpassen, statt zwei Produkte zu beschreiben. Bei mehreren Märkten die richtige Währung je Markt.
    BeidePrüfung mit dem Rich-Results-Test für Stichproben und laufend in der Search Console unter „Verbesserungen“ bzw. den Berichten zu Händlereinträgen und Produkt-Snippets. BreadcrumbList auf allen Seiten, Organization auf der Startseite.0,5 TagWarnungen zu fehlenden empfohlenen Feldern sind keine Fehler – trotzdem lohnt es sich, Versand, Rückgabe und GTIN zu ergänzen.

    Aus Shop-Checks

    Die häufigsten Fehler bei strukturierten Daten

    Preis mit Komma

    "price": "89,90" statt "89.90". Im Markup gilt der Punkt als Dezimalzeichen – sonst wird der Preis falsch oder gar nicht gelesen.

    Sterne ohne Bewertungen

    Eine feste Bewertung im Theme, die auf jeder Produktseite steht – auch dort, wo niemand bewertet hat. Genau das gilt als Verstoß.

    Zwei Produkte auf einer Seite

    Theme und SEO-Plugin geben beide Product-Markup aus, mit verschiedenen Preisen oder Verfügbarkeiten. Google bekommt widersprüchliche Angaben.

    Verfügbarkeit aus dem Cache

    Das Produkt ist ausverkauft, die zwischengespeicherte Seite meldet weiter InStock. Beim Klick folgt die Enttäuschung.

    GTIN erfunden oder falsch

    Interne Artikelnummern im GTIN-Feld oder Nummern mit falscher Prüfziffer. Lieber leer lassen als raten.

    Willst du wissen, was dein Shop ausgibt?

    Wir sehen uns das Markup deiner Produktseiten an und sagen dir, was fehlt – im kostenlosen 30-Minuten-Call.

    Call buchen

    Häufige Fragen

    Strukturierte Daten – kurz beantwortet

    Was sind strukturierte Daten im Online-Shop?

    Maschinenlesbare Angaben im Quelltext einer Seite, meist im Format JSON-LD nach dem Vokabular von schema.org. Für Shops sind vor allem Product (Name, Bild, Marke, GTIN, Preis, Verfügbarkeit, Bewertungen, Versand und Rückgabe), BreadcrumbList (der Pfad zur Seite) und Organization (Angaben zum Unternehmen) wichtig. Google kann diese Angaben für auffälligere Suchergebnisse nutzen.

    Garantieren strukturierte Daten Sterne und Preise im Suchergebnis?

    Nein. Korrektes Markup macht eine Seite nur berechtigt für solche Darstellungen. Ob Google sie zeigt, entscheidet Google je nach Suchanfrage, Gerät und Qualität der Seite. Strukturierte Daten sind auch kein Rankingfaktor im Sinne von "mehr Markup, bessere Position" - ihr Nutzen liegt in der Darstellung und damit in der Klickrate.

    Was ist der Unterschied zwischen Produkt-Snippets und Händlereinträgen?

    Produkt-Snippets sind erweiterte Suchergebnisse für Seiten über ein Produkt, zum Beispiel mit Sternen oder Preis - auch Testberichte können sie bekommen. Händlereinträge (merchant listings) sind für Seiten gedacht, auf denen man das Produkt direkt kaufen kann. Dafür braucht das Markup ein Angebot mit Preis, und die Angaben können in weiteren Bereichen wie dem Shopping-Tab auftauchen. Ein Shop zielt in der Regel auf beides.

    Wie prüfe ich, ob mein Product-Markup funktioniert?

    Mit dem Rich-Results-Test von Google für einzelne URLs oder Code-Schnipsel. Für den ganzen Shop zeigt die Search Console unter Verbesserungen bzw. Shopping, welche Seiten gültiges Markup haben und wo Felder fehlen oder fehlerhaft sind. Wichtig: Der Test prüft die Technik, nicht, ob die Angaben mit dem sichtbaren Inhalt übereinstimmen.

    Lohnt sich FAQ-Markup für Online-Shops noch?

    Für die Darstellung in der Google-Suche kaum. Seit August 2023 zeigt Google FAQ-Rich-Results nur noch für ausgewählte Websites, vor allem von Behörden und aus dem Gesundheitsbereich. HowTo-Rich-Results wurden 2023 ganz eingestellt. Eine gut gemachte FAQ auf der Seite ist für Kunden trotzdem sinnvoll. Auch wir geben auf unseren Seiten weiter FAQ-Markup aus: Es kostet nichts, schadet nicht und hilft anderen Suchmaschinen und KI-Assistenten, Frage und Antwort sauber zuzuordnen - Sterne oder aufklappbare Fragen in Google erwarten wir davon nicht.

    Geben WooCommerce und Shopify schon strukturierte Daten aus?

    Ja, beide geben Product-Markup aus - aber unterschiedlich vollständig. In WooCommerce ergänzen SEO-Plugins oft weitere Angaben, bei Shopify hängt es stark vom Theme und von Bewertungs-Apps ab. Häufiges Problem sind doppelte oder widersprüchliche Product-Blöcke auf derselben Seite. Ein Blick in den Rich-Results-Test zeigt, was tatsächlich ausgegeben wird.

    Weitere Sichtbarkeitshebel

    Was sich gut damit kombinieren lässt

    Keine Zeit dafür? Wir bauen es ein → · Alle 14 Sichtbarkeitshebel und der Selbst-Check → · Gefunden – und dann? Die Kaufhebel →

    Wir schauen gemeinsam auf deine Sichtbarkeit

    Vollständiges, sauberes Markup – für jede Produktseite

    In 30 Minuten prüfen wir die strukturierten Daten deiner Produkt- und Kategorieseiten, die Meldungen in deiner Search Console und das Zusammenspiel von Theme, Plugins und Apps. Du weißt danach, was fehlt, was doppelt ist und was die Korrektur kostet.

    Du sprichst direkt mit Irena oder Ronny Kühn – nicht mit einem Vertriebsteam.