Ein Shop-Umzug ist wie ein Wohnungsumzug — nur dass du nicht nur Kartons schleppst, sondern auch Rankings, Kundendaten, Produktfotos und Jahre an SEO-Aufbau. Wer das ohne Plan angeht, wacht am nächsten Morgen in einer leeren Wohnung auf. Ohne Strom. Und Google hat die Adresse vergessen.
Du willst von Shopify zu WooCommerce wechseln. Oder dein Hosting ist so langsam, dass du endlich den Anbieter wechselst. Vielleicht ist dein altes Theme so verrottet, dass ein kompletter Neuaufbau schneller ist als Reparieren. Was auch immer der Auslöser ist: Eine Shop-Migration ist eines der riskantesten Projekte im E-Commerce — und gleichzeitig eine der größten Chancen, wenn man es richtig macht.
Die meisten Probleme entstehen nicht durch schlechte Technik, sondern durch fehlende Vorbereitung. Wir haben diese Checkliste aus echten Projekten destilliert — aus Migrationen, die reibungslos liefen, und aus solchen, bei denen wir den Schaden nach einem Agenturwechsel erst mühsam reparieren mussten.
Eine schlecht geplante Shop-Migration kann dich innerhalb von 48 Stunden Jahre an Google-Rankings kosten. Das ist kein Worst-Case — das ist Standard, wenn man es ohne Checkliste angeht.
Phase 1 · Bevor die erste Kiste gepackt wird
Das Fundament: Rechtliches, Verträge & Domain-Sicherheit
Beim Wohnungsumzug ist Phase 1 die wichtigste: Mietvertrag kündigen, Kaution sichern, alles schriftlich festhalten — bevor auch nur eine Kiste gepackt wird. Beim Shop-Umzug ist es genauso. Wer zuerst den neuen Shop aufbaut und dann merkt, dass die Domain noch beim alten Hoster gesperrt ist oder die Lizenz für das alte System noch läuft, verliert Zeit und Geld.
- Hosting-Vertrag prüfen & Kündigungsfrist beachten: Genau wie beim Mietvertrag gilt: Lies das Kleingedruckte. Viele Hosting-Anbieter haben Kündigungsfristen von 4–12 Wochen. Wer zu spät kündigt, zahlt doppelt — für alt und neu gleichzeitig.
- Domain-Zugriff sicherstellen: Die Domain ist deine Hausadresse. Ohne sie findet dich niemand. Stelle sicher, dass du vollen Zugriff auf den Domain-Registrar hast und die Domain nicht beim alten Hoster gesperrt oder gekoppelt ist. Transfer-Lock prüfen.
- Laufende Lizenzen inventarisieren: Welche Plugins, Themes oder Apps sind aktiv lizenziert? Was läuft auf Jahresbasis, was monatlich? Notiere alles — analog zur Ablöse beim Vormieter: Was übernimmst du, was lässt du zurück?
- Zahlungsanbieter & Schnittstellen klären: Klarna, PayPal, Stripe, Buchhaltungssoftware — all diese Integrationen müssen im neuen System neu eingerichtet werden. Kläre vorab, welche API-Zugänge du benötigst und ob dein neues System sie unterstützt.
- Budget für die Migrationszeit einplanen: Eine Migration dauert — je nach Komplexität — 2 bis 8 Wochen. In dieser Zeit läuft dein alter Shop weiter. Plane Kosten für parallelen Betrieb, Entwicklung und allfällige Ausfälle ein. Wie die Kaution beim Einzug: unbedingt vorab beiseitelegen.
Phase 2 · Den alten Laden in Augenschein nehmen
Bestandsaufnahme & Backup: Was kommt mit, was bleibt zurück?
Vor einem Wohnungsumzug gehst du mit dem Vermieter durch jeden Raum — du fotografierst Kratzer, nimmst Zählerstände auf und entscheidest: Was nimmst du mit? Was entsorgst du? Was verkaufst du? Genau dasselbe passiert bei einer Shop-Migration. Und genau so viele Leute überspringen diesen Schritt — mit denselben Konsequenzen.
❌ Ohne Bestandsaufnahme
Du merkst drei Wochen nach Go-Live, dass 200 Produktbilder fehlen, alle alten Blog-URLs ins Leere laufen und die Kundendaten aus 2022 irgendwo im alten System stecken — nicht exportiert, nicht gesichert.
✓ Mit sauberer Bestandsaufnahme
Du weißt vor dem ersten Entwicklertag genau: 847 Produkte, 12.000 Kundendatensätze, 340 Blog-URLs, 3 aktive Zahlungsanbieter, 2 externe Schnittstellen. Kein Rätselraten, kein Nacharbeiten.
- Vollständiges Backup erstellen — zweifach: Das ist das Foto-Protokoll beim Wohnungsübergabe. Backup der Datenbank, aller Dateien, aller Produktbilder. Lokal UND auf einem externen Speicher. Wer nur ein Backup hat, hat keins.
- Alle URLs des alten Shops dokumentieren: Exportiere eine vollständige URL-Liste deines alten Shops — jede Produktseite, jede Kategorieseite, jeder Blogartikel. Das ist dein Grundrissplan. Ohne ihn weißt du später nicht, was du weitergeleitet hast und was ins Leere läuft.
- Kundendaten & Bestellhistorie exportieren: Namen, E-Mail-Adressen, Bestellhistorie — das ist dein wertvollstes Inventar. Exportiere alles DSGVO-konform und stelle sicher, dass du die Daten im neuen System wieder importieren kannst.
- Google Search Console & Analytics dokumentieren: Notiere deine aktuellen Rankings, welche Seiten den meisten organischen Traffic bringen und wie dein aktueller PageSpeed-Score aussieht. Das ist dein Zählerstand — du willst nach dem Umzug wissen, ob du besser oder schlechter dasteht.
- Entrümpeln vor dem Umzug: Was du im alten Shop nie benutzt hast, bringt du nicht mit. Veraltete Produktkategorien, tote Seiten, Plugins die seit Jahren deaktiviert sind — weg damit. Ein Umzug ist die beste Chance für einen sauberen Neustart.
Phase 3 · Einpacken mit System
Die Migration: Systematisch einpacken, nichts vergessen
Wer beim Wohnungsumzug wahllos Kartons befüllt, sucht drei Monate später noch den Korkenzieher. Beim Shop-Umzug ist es genauso: Daten, Produkte, Texte und Bilder brauchen eine klare Struktur — damit am Ende nichts fehlt und alles am richtigen Platz landet.
Die Migration selbst ist nicht das Schwierigste. Das Schwierige ist, nichts zu vergessen — und die Reihenfolge einzuhalten. Wer den neuen Shop live schaltet, bevor die Redirects gesetzt sind, verliert Rankings über Nacht.
- Produkte strukturiert migrieren: Nicht einfach alles rüberkopieren. Nutze den Umzug, um Produktdaten zu bereinigen: veraltete Varianten löschen, Beschreibungen überarbeiten, Bilder optimieren. Ein Umzug ist deine beste Chance auf einen sauberen Katalog.
- SEO-Texte & Metadaten übernehmen: Titel-Tags, Meta-Descriptions, Alt-Texte — das ist dein aufgebautes SEO-Kapital. Es steckt in jedem einzelnen Produkt und jeder Seite. Übernimm es sorgfältig, nicht per Massenimport ohne Kontrolle.
- URL-Struktur bewusst planen: Wenn sich URLs ändern — und das tun sie bei Plattformwechseln fast immer — dann muss jede alte URL per 301-Redirect auf die neue zeigen. Jede. Nicht die wichtigsten. Alle. Eine fehlende Weiterleitung ist wie ein Umzugskarton, der beim alten Nachbarn landet.
- Bilder korrekt migrieren & neu optimieren: Nutze den Umzug, um alle Bilder auf WebP zu konvertieren, korrekt zu benennen (keine „IMG_4821.jpg“) und mit Alt-Texten zu versehen. Was du jetzt nicht machst, schleifst du jahrelang mit.
- Den neuen Shop auf einer Staging-Umgebung aufbauen: Niemals direkt live. Ein Staging-System ist die Probe-Einrichtung deiner neuen Wohnung — du stellst alles auf, prüfst ob es passt, und erst dann kommt der offizielle Einzug.
Phase 4 · Strom, Internet, Wasser — alles muss laufen
Technisches Setup: DNS, SSL, Speed & Zahlungsanbieter
Beim Wohnungsumzug gibt es Dinge, die du sofort brauchst: Strom, Internet, warmes Wasser. Ohne diese Grundversorgung ist die schönste neue Wohnung wertlos. Beim Shop-Umzug ist es identisch — nur dass hier DNS, SSL-Zertifikat und funktionierende Zahlungsabwicklung die Grundversorgung sind.
⚡ DNS & Domain
DNS-Änderungen brauchen bis zu 48 Stunden Propagation. In dieser Zeit kann dein Shop sporadisch erreichbar sein oder nicht. Plane den Go-Live bewusst — nie freitagabends, nie vor einem Feiertag.
🔒 SSL-Zertifikat
Ohne gültiges SSL-Zertifikat zeigt jeder Browser eine Sicherheitswarnung. Dein Kunde sieht „Nicht sicher“ — und ist sofort weg. SSL muss vor dem Go-Live aktiv und korrekt konfiguriert sein. Kein Verhandlungsspielraum.
💳 Zahlungsanbieter
PayPal, Klarna, Stripe — jede Integration muss im neuen System neu verifiziert werden. Teste jeden Bezahlweg mit einer echten Testtransaktion, bevor der Shop live geht. Ein nicht funktionierender Checkout ist der teuerste Bug den es gibt.
- 301-Redirects vollständig implementieren & testen: Jede alte URL muss auf die neue weiterleiten. Nutze ein Crawling-Tool (z.B. Screaming Frog) um sicherzustellen, dass keine Seite ins Leere läuft. Fehlende Redirects = verlorene Rankings. Dauerhaft.
- PageSpeed-Check vor Go-Live: Miss deinen Score auf Google PageSpeed Insights bevor der Shop live geht. Wenn du jetzt nicht mindestens 80 Punkte auf Desktop erreichst, gibt es noch Arbeit zu tun. In eine langsame neue Wohnung zieht man nicht ein.
- E-Mail-System testen: Bestellbestätigungen, Versandbenachrichtigungen, Passwort-Reset — teste jeden automatischen E-Mail-Trigger. Ein Kunde, der nach dem Kauf keine Bestätigung bekommt, denkt sofort an Betrug.
- DSGVO-Pflichten prüfen: Cookie-Banner, Datenschutzerklärung, Impressum — alles muss im neuen System aktualisiert und auf die neue URL angepasst sein. Das ist dein Meldezettel beim Amt: Pflicht, keine Option.
Phase 5 · Eingelebt — und dann?
Go-Live & Nachsorge: Der Umzug endet nicht am Einzugstag
Wer glaubt, nach dem Einzug ist alles erledigt, erlebt die erste Überraschung spätestens dann, wenn der Briefkasten noch auf den alten Namen läuft, das Parkpickerl fehlt und die erste Post beim alten Nachbarn landet. Beim Shop-Umzug ist Go-Live nicht das Ende — es ist der Beginn der kritischsten Phase.
- Google Search Console neu einrichten & Sitemap einreichen: Die neue Sitemap muss Google sofort mitgeteilt werden. Das ist dein Nachsendeauftrag bei der Post — damit Google die neue Adresse kennt und nicht noch wochenlang die alte indexiert.
- Rankings in den ersten 4 Wochen täglich beobachten: Ein gewisser temporärer Rückgang nach einer Migration ist normal — Google braucht Zeit zum Neu-Crawlen. Was nicht normal ist: dauerhafte Abstürze. Überwache täglich, reagiere schnell.
- Alle 301-Redirects nach Go-Live erneut prüfen: Crawle deinen Shop nach Go-Live noch einmal vollständig. In der Praxis tauchen nach dem Umschalten immer Redirects auf, die im Staging funktioniert haben und live nicht mehr. Finde sie, bevor Google sie findet.
- Kundenkommunikation: Informiere bestehende Kunden aktiv über den neuen Shop — per Newsletter, per E-Mail, in den sozialen Medien. Wie die Adressänderung beim Parkpickerl: Wer es nicht meldet, bekommt das Pickerl nicht.
- Alten Shop noch 4–8 Wochen am Leben lassen: Schalte den alten Hosting-Vertrag nicht sofort ab. Halte den alten Shop als Read-only Referenz, bis du sicher bist, dass alle Daten korrekt migriert wurden und keine Rankings verloren gegangen sind.
- Google Ads & Meta Ads aktualisieren: Alle laufenden Kampagnen müssen auf die neuen URLs zeigen. Werbeanzeigen, die auf alte URLs oder 301-Redirects verweisen, verschwenden Budget und senken deinen Qualitätsfaktor.
- 30-Tage-Check: Umsatz, Absprungrate, Conversion: Vergleiche die ersten 30 Tage nach Go-Live mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Nicht um zu feiern — sondern um Probleme zu finden, bevor sie sich festsetzen.
Unser Standpunkt
Ein Umzug ist eine Chance — wenn man ihn richtig angeht
Jeder Wohnungsumzug ist, bei aller Anstrengung, auch ein Neuanfang. Eine leere Wohnung, auf die du deinen Stempel drücken kannst. Beim Shop-Umzug ist es genauso: Eine Migration ist die beste Gelegenheit, veraltete Strukturen loszuwerden, saubere Datenbankstrukturen aufzubauen und einen Shop zu schaffen, der schneller, sicherer und besser konvertiert als alles, was du vorher hattest.
Aber genau wie beim Wohnungsumzug gilt: Wer es ohne Plan angeht, schleppt den Chaos-Karton einfach in die neue Wohnung — und sucht drei Monate später immer noch den Korkenzieher.
Wir machen Shop-Migrationen seit Tag 1. Wir wissen, wo die Kisten stehen, die man vergisst. Und wir wissen, wie man sie richtig packt.
Wenn du planst, deinen Shop zu migrieren — egal ob Shopify zu WooCommerce, altes Hosting zu neuem, oder kompletter Neuaufbau — dann lass uns vorher reden. Wir analysieren deinen aktuellen Shop, identifizieren die Risiken und begleiten dich durch jeden Schritt. Damit am Ende nichts beim alten Nachbarn landet.
Häufige Fragen
Die 10 häufigsten Fragen zum Shop-Umzug
Diese Fragen erreichen uns regelmäßig — von Händlern, die einen Wechsel planen, und von solchen, die mittendrin stecken. Hier sind die ehrlichen Antworten.
Was kostet ein Shop-Umzug?
Das kommt — wie beim Wohnungsumzug — stark darauf an, wie viel du hast und wohin du ziehst. Eine einfache Migration (gleiches System, neues Hosting, bis zu 200 Produkte) liegt bei uns ab 1.800 EUR. Ein vollständiger Plattformwechsel — zum Beispiel von Shopify zu WooCommerce mit Datenmigration, neuem Design, SEO-Überarbeitung und Go-Live-Begleitung — bewegt sich je nach Umfang zwischen 2.500 und 8.000 EUR. Was wir dir garantieren: keine bösen Überraschungen. Wir erstellen vorab ein transparentes Angebot, das alle Phasen abdeckt.
Wer kümmert sich um die laufenden Verträge — Hosting, Lizenzen, Zahlungsanbieter?
Grundsätzlich liegt die Verantwortung für bestehende Verträge bei dir als Auftraggeber — du bist der Vertragspartner, nicht wir. Was wir tun: Wir gehen gemeinsam mit dir alle relevanten Verträge durch, geben dir eine klare Checkliste was zu kündigen, umzumelden oder neu abzuschließen ist, und begleiten dich dabei. Bei Hosting-Migrationen übernehmen wir auf Wunsch die komplette technische Koordination — aber den Vertrag unterschreibst du. Das ist wie beim Wohnungsumzug: Den Mietvertrag muss der Mieter unterschreiben, nicht das Umzugsunternehmen.
Wie lange dauert ein Shop-Umzug?
Eine reine Hosting-Migration mit bestehendem Shop: 3–7 Werktage. Ein Plattformwechsel mit Datenmigration und neuem Design: 4–10 Wochen, je nach Produktanzahl, Komplexität der Integrationen und Feedback-Geschwindigkeit auf deiner Seite. Was viele unterschätzen: Die Migration selbst ist oft schneller als die Vorbereitung. Wer uns mit vollständigen Zugängen, einem sauberen Backup und klaren Anforderungen startet, spart Wochen. Wer das alles noch zusammensuchen muss, verliert sie.
Kann ich von WooCommerce zu Shopify wechseln?
Ja, das ist technisch möglich — und manchmal auch sinnvoll. Shopify bietet eine verwaltete Infrastruktur, automatische Updates und ein einfaches Backend, das gut zu Händlern passt, die wenig technischen Overhead wollen. Was du dabei beachten musst: Shopify hat monatliche Kosten die mit dem Umsatz skalieren, du verlierst einen Teil der Flexibilität bei Design und Funktionen, und bestimmte WooCommerce-spezifische Anpassungen (z.B. komplexe B2B-Logiken, individuelle Checkout-Flows) lassen sich in Shopify nur eingeschränkt oder über teure Apps umsetzen. Wir beraten dich ehrlich, ob der Wechsel für dein Business Sinn macht — oder nicht.
Kann ich von Shopify zu WooCommerce wechseln?
Ja — und das ist eine Migration, die wir regelmäßig durchführen. Häufige Gründe: steigende Shopify-Gebühren, fehlende Flexibilität bei Rabatten und Bundles, der Wunsch nach vollständiger Datenkontrolle oder komplexere B2B-Anforderungen. Bei der Migration von Shopify zu WooCommerce übertragen wir Produkte, Kundendaten, Bestellhistorie und richten alle 301-Weiterleitungen ein, damit deine SEO-Rankings erhalten bleiben. Was du mitbringen musst: Geduld für die Einrichtungsphase und die Bereitschaft, etwas mehr technisches Involvement zu zeigen als bei Shopify — WooCommerce ist mächtiger, aber auch komplexer.
Begleitet ihr jeden Umzug — und wie weit im Voraus muss ich anfragen?
Ja, wir begleiten jeden Umzug von der ersten Analyse bis zum Go-Live und der Nachsorge. Wir nehmen keine Projekte an, die wir nicht vollständig betreuen können — Halbarbeit ist nicht unser Stil. Was die Vorlaufzeit betrifft: Für kleinere Migrationen (Hosting-Wechsel, Theme-Austausch) sind wir oft innerhalb von 1–2 Wochen startklar. Für komplexe Plattformwechsel empfehlen wir eine Vorlaufzeit von mindestens 3–4 Wochen vor dem geplanten Start — damit wir die Analyse, das Angebot und die Vorbereitung sauber durchführen können.
Verliere ich meine Google-Rankings durch einen Shop-Umzug?
Mit der richtigen Vorbereitung: nein — oder zumindest nur kurzfristig und kontrolliert. Ein temporärer Rückgang von 2–4 Wochen nach einer Migration ist normal, weil Google die neuen URLs erst neu crawlen und bewerten muss. Was zu dauerhaften Ranking-Verlusten führt: fehlende oder falsche 301-Redirects, veränderte URL-Strukturen ohne Weiterleitungen, fehlende Sitemap-Einreichung in der Search Console und schlechtere PageSpeed-Werte im neuen System. Genau deshalb ist Phase 4 unserer Checkliste so kritisch — wer das überspringt, zahlt es in Rankings.
Was passiert mit meinen Kundendaten und der Bestellhistorie?
Kundendaten und Bestellhistorie können in den meisten Fällen vollständig migriert werden — allerdings abhängig vom Quell- und Zielsystem. Von Shopify zu WooCommerce zum Beispiel ist ein vollständiger Export und Import möglich. Wichtig dabei: Die Migration von personenbezogenen Daten muss DSGVO-konform erfolgen. Die Datenschutzerklärung im neuen System muss aktuell sein und alle technischen Schutzmaßnahmen (SSL, Zugriffsschutz) müssen greifen. Wir beraten dich dazu im Rahmen jedes Migrationsprojekts.
Muss der Shop während der Migration offline sein?
Nein — und das ist einer der wichtigsten Vorteile einer professionell geplanten Migration. Wir bauen den neuen Shop parallel auf einer Staging-Umgebung auf, während dein alter Shop normal weiterläuft. Der eigentliche Umzug — also der DNS-Schwenk auf die neue Umgebung — dauert technisch nur Minuten. Die DNS-Propagation danach kann bis zu 48 Stunden dauern, in denen manche Nutzer noch den alten Shop sehen. In dieser Zeit bleibt der alte Shop aktiv. Kein Ausfall, keine verlorenen Bestellungen.
Wir haben einen Shop mit über 2.000 Produkten — ist eine Migration trotzdem realistisch?
Absolut — und wir haben solche Projekte erfolgreich umgesetzt. Ab einer gewissen Produktanzahl empfehlen wir einen automatisierten Import mit anschließender manueller Qualitätskontrolle für die wichtigsten Produkte. Was realistisch ist: mehr Zeit, mehr Puffer, eine saubere Produktstruktur als Ausgangsbasis. Was nicht realistisch ist: ein 2.000-Produkt-Shop in zwei Wochen ohne Vorbereitung. Wer das verspricht, plant entweder sehr schlampig — oder sehr teuer. Wir planen lieber ehrlich und liefern sauber.
Plant ihr einen Shop-Umzug? Redet zuerst mit uns.
Kostenlose Ersteinschätzung eurer aktuellen Shop-Situation — bevor die erste Kiste gepackt wird. 30 Minuten, kein Verkaufsgespräch, nur Klarheit.