Website-Aufbau · Seitentyp 3 von 6

Große Website: für jedes Thema die passende Seite

Ab etwa zwölf Seiten entscheidet nicht mehr die Textmenge über Sichtbarkeit, sondern die Architektur: Welche Seite steht auf welcher Ebene, was verlinkt worauf, und welche Seiten nehmen einander gegenseitig die Sichtbarkeit weg. Unten die Struktur, die trägt.

Erst die Typfrage

Wann eine große Website der richtige Typ ist

Der Unterschied zur kleinen Website ist keine Seitenzahl, sondern eine Frage der Ordnung: Zerfallen deine Themen in Unterthemen?

Passt, wenn …

  • deine Themen jeweils eigene Unterthemen haben, die getrennt gesucht werden.
  • du mehrere Zielgruppen ansprichst, die unterschiedlich sprechen und entscheiden.
  • du mehrere Standorte hast, an denen wirklich jemand sitzt.
  • Kunden vor der Entscheidung viel wissen wollen – erklärungsbedürftige Leistungen.
  • es eine feste Zuständigkeit für die Inhalte gibt, nicht nur guten Willen.

Nimm etwas anderes, wenn …

  • eine flache Liste von Seiten reicht – dann ist eine kleine Website der passende Typ.
  • niemand die Inhalte dauerhaft pflegen kann. Veraltete Seiten schaden mehr, als sie nützen.
  • du Seiten anlegen willst, um Seiten zu haben – zwanzig dünne schaden dem Ganzen.
  • du Produkte verkaufen willst – das ist ein Shop mit eigenen Seitentypen.
  • du Anzeigen schaltest – dafür ist eine Produkt-Landingpage stärker.

Die Ordnung dahinter

Drei Ebenen, zwei Quer-Einstiege

Eine große Website ist keine lange Liste, sondern ein Baum – mit zwei Abkürzungen für Menschen, die anders suchen.

  • Ebene 0 Startseite – verteilt
    • Ebene 1 Sanierung (Themenseite)
      • Ebene 2 Badsanierung
      • Ebene 2 Heizungstausch
      • Ebene 2 Barrierefreier Umbau
    • Ebene 1 Wartung (Themenseite)
      • Ebene 2 Notdienst
      • Ebene 2 Wartungsvertrag
    • quer Für Hausverwaltungen (Zielgruppe)
    • quer Standort Graz
    • Ebene 1 Wissen – fängt Fragen davor ab

Die Quer-Einstiege hängen zwar in der Navigation, verlinken inhaltlich aber seitwärts auf die Ebene 2 – sie wiederholen deren Inhalte nicht.

Die Regel gegen Kannibalisierung

Zu jeder Suchanfrage gehört genau eine Zielseite. Auf einer kleinen Website ergibt sich das von selbst. Auf einer großen muss man es entscheiden – sonst konkurrieren die eigenen Seiten miteinander.

So nicht Die Themenseite /sanierung/, die Zielgruppenseite /fuer/hausverwaltungen/ und die Standortseite /graz/ zielen alle auf „Badsanierung Graz“. Google wählt eine aus – meist nicht die, die du wolltest.
So schon /sanierung/badsanierung/ zielt auf „Badsanierung Graz“. Die Zielgruppenseite zielt auf „Sanierung für Hausverwaltungen“ und verlinkt dorthin. Die Standortseite zielt auf den Firmennamen plus Ort.

Praktisch: Führ eine Liste, in der zu jeder wichtigen Suchanfrage genau eine URL steht. Bevor eine neue Seite entsteht, wird dort nachgesehen.

Neun Seitenrisse

Die Seitentypen einer großen Website

Von Ebene 1 und 2 gibt es später viele Seiten – sie folgen aber alle demselben Muster. Deshalb steht hier je ein Riss pro Typ. Abschnitte mit ? anklicken, die Erklärung erscheint daneben.

Die drei Ebenen

Mehrspaltiger Footer als zweite Navigation

1

Startseite (Ebene 0)

deine-firma.at

Die Startseite einer großen Website ist ein Verteiler. Ihre Aufgabe ist nicht, Leistungen zu erklären, sondern jeden Besucher innerhalb weniger Sekunden in das richtige Themenfeld zu schicken – und nebenbei zu belegen, dass die Breite echt ist.

Wird gerne so gemacht:

  • Sie erklärt alle Themen ausführlich und nimmt damit den Themenseiten die Grundlage.
  • Sie ist über Jahre gewachsen: jeder Bereich hat sich einen Block erkämpft.
  • Die Wege in die Tiefe fehlen – man kommt nur über das Menü weiter.
  • Aktuelles und Neuigkeiten stehen prominenter als die Themenfelder.
  • Sie soll für alle Suchbegriffe ranken und rankt deshalb für keinen.

So beeindruckt es besser:

  • Ein Satz zur Einordnung, dann die Themenfelder als sichtbare Einstiege.
  • Ein zweiter Weg über Zielgruppe oder Standort, für alle, die anders suchen.
  • Beweise aus mehreren Bereichen statt aus einem.

Praxis-Tipp: Prüf die Startseite mit drei verschiedenen Personen aus verschiedenen Zielgruppen: Findet jede in zehn Sekunden ihren Einstieg? Wenn eine hängen bleibt, fehlt ein Weg – nicht Text.

Insight: Die Startseite rankt fast immer nur für den Firmennamen. Die Suchbegriffe holen die Themen- und Detailseiten. Wer alles auf die Startseite packt, nimmt genau diesen Seiten die Grundlage.

Wir sortieren die Einstiege mit dir →

Abschnitte mit ? in der Zeichnung anklicken – die Erklärung erscheint hier.

Startseite (Ebene 0) · Abschnitt 1

Zweistufiges Menü mit Themenfeldern

Bei einer großen Website ist das Menü selbst schon Architektur: Hauptpunkte sind die Themenfelder, die zweite Ebene führt in die Details. Diese Struktur entscheidet, ob Besucher in Sekunden ankommen oder herumirren.

Wird gerne so gemacht:

  • Alle Seiten hängen flach nebeneinander im Menü – achtzehn Punkte in einer Zeile.
  • Die Menüstruktur bildet das Organigramm ab, nicht die Kundenfragen.
  • Das Dropdown öffnet auf dem Handy nicht oder klappt beim Scrollen wieder zu.

So beeindruckt es besser:

  • Fünf bis sieben Themenfelder als Hauptpunkte, Details in der zweiten Ebene.
  • Jedes Themenfeld ist selbst anklickbar – nicht nur ein Aufklapper.

Insight: Ein Hauptpunkt, der nur aufklappt und nicht verlinkt, verschenkt die wichtigste Seite der Ebene: die Themenseite, die für den Oberbegriff ranken soll.

Startseite (Ebene 0) · Abschnitt 2

Einstieg: das Unternehmen in einem Satz

Die Startseite einer großen Website verkauft nicht und erklärt auch nicht – sie ordnet ein und verteilt. Der Einstieg sagt in einem Satz, worum es im Ganzen geht, damit die Themenfelder darunter Sinn ergeben.

Wird gerne so gemacht:

  • Der Einstieg beschreibt eine einzelne Leistung, obwohl es sechs Themenfelder gibt.
  • Ein Slogan ohne Inhalt: „Wir gestalten Zukunft.“

So beeindruckt es besser:

  • Ein Satz, der die Spannweite benennt – und für wen sie gedacht ist.
  • Darunter sofort die Einstiege in die Themenfelder, kein langer Fließtext.

Startseite (Ebene 0) · Abschnitt 3

Einstiege in die Themenfelder

Der wichtigste Abschnitt der Startseite: je Themenfeld ein Block, der auf die Themenseite führt. Hier entscheidet sich, ob ein Besucher den Weg in die Tiefe findet.

Wird gerne so gemacht:

  • Die Blöcke führen direkt auf einzelne Detailseiten und überspringen die Themenebene.
  • Themenfelder heißen wie interne Abteilungen.
  • Zwölf Blöcke, weil jedes Thema gleich wichtig sein soll.

So beeindruckt es besser:

  • Fünf bis sieben Felder, benannt nach dem Problem, nicht nach der Fachrichtung.
  • Je Feld ein Satz, der sagt, wem es hilft – dann klickt der Richtige.

Startseite (Ebene 0) · Abschnitt 4

Quer-Einstieg: Für wen / Wo

Zusätzlich zur Leistungsstruktur ein zweiter Weg: nach Zielgruppe oder Standort. Menschen suchen unterschiedlich – die einen wissen, was sie brauchen, die anderen nur, wer sie sind.

Wird gerne so gemacht:

  • Es gibt nur einen einzigen Weg in die Tiefe, nämlich über die Leistungen.
  • Die Quer-Einstiege führen auf Seiten, die den Leistungstext wiederholen.

So beeindruckt es besser:

  • Zwei bis vier Zielgruppen oder Standorte, klar benannt.
  • Diese Seiten verweisen auf die Leistungsseiten, statt sie zu kopieren.

Startseite (Ebene 0) · Abschnitt 5

Beweis über alle Themenfelder hinweg

Auf der Startseite gehören Referenzen aus verschiedenen Themenfeldern nebeneinander – sie belegen die Spannweite, die der Einstieg behauptet.

Wird gerne so gemacht:

  • Alle Referenzen stammen aus demselben Bereich, obwohl sechs beworben werden.
  • Die Auswahl ist seit Jahren dieselbe.

So beeindruckt es besser:

  • Je Themenfeld eine Stimme, im Wechsel – das belegt Breite statt Behauptung.

Beispiele aus echten Projekten →

Handlungsaufruf

Footer

2

Themenseite (Ebene 1)

deine-firma.at/sanierung/

Die Themenseite ist die Klammer über einem ganzen Feld: Sie erklärt den Oberbegriff, hilft beim Einordnen und verlinkt auf die Detailseiten darunter. Für Besucher ist sie der Einstieg, wenn das eigene Problem noch keinen Namen hat.

Wird gerne so gemacht:

  • Sie existiert gar nicht – das Menü klappt nur auf, ohne verlinkte Seite dahinter.
  • Sie ist eine reine Linkliste ohne eigenen Inhalt.
  • Sie wiederholt die Detailseiten so ausführlich, dass die überflüssig wirken.
  • Sie trägt denselben Suchbegriff wie eine ihrer Detailseiten.
  • Neue Detailseiten werden angelegt, aber nie von hier verlinkt.

So beeindruckt es besser:

  • Oberbegriff erklären, abgrenzen, dann geordnet nach unten verteilen.
  • Je Detailseite eine Zeile, woran man erkennt, dass sie die passende ist.
  • Beim Anlegen jeder neuen Detailseite die Themenseite mitpflegen.

Insight: Themenseiten sind der Unterschied zwischen einer großen Website und vielen einzelnen Seiten. Ohne sie steht jede Detailseite allein da – und muss die gesamte Überzeugungsarbeit selbst leisten.

Abschnitte mit ? in der Zeichnung anklicken – die Erklärung erscheint hier.

Themenseite (Ebene 1) · Abschnitt 1

Header mit Brotkrumennavigation

Ab der zweiten Ebene braucht jede Seite eine Brotkrumennavigation. Sie zeigt, wo man ist, und erzeugt gleichzeitig den Weg zurück nach oben.

Wird gerne so gemacht:

  • Keine Brotkrumen – auf Ebene 2 weiß niemand mehr, wo er gelandet ist.
  • Die Brotkrume ist nur Dekoration und nicht verlinkt.

So beeindruckt es besser:

  • Startseite › Themenfeld › aktuelle Seite, jede Stufe verlinkt.
  • Mit Breadcrumb-Auszeichnung versehen – dann zeigt Google den Pfad im Suchergebnis.

Themenseite (Ebene 1) · Abschnitt 2

H1 = der Oberbegriff des Themenfelds

Die Themenseite rankt für den Oberbegriff, unter dem die Detailseiten hängen. Ihre H1 ist entsprechend allgemeiner als die der Detailseiten – aber nie so allgemein, dass sie beliebig wird.

Wird gerne so gemacht:

  • Die H1 ist identisch mit der einer Detailseite – beide konkurrieren dann.
  • Der Oberbegriff ist erfunden und wird von niemandem gesucht.

So beeindruckt es besser:

  • Oberbegriff, den Kunden tatsächlich verwenden, plus Einordnung.
  • Kurz benennen, welche Detailthemen darunter liegen.

Themenseite (Ebene 1) · Abschnitt 3

Einordnung: was zu diesem Thema gehört

Zwei bis drei Absätze, die das Themenfeld erklären und abgrenzen. Diese Seite ist für alle da, die ihr Problem noch nicht genau benennen können.

Wird gerne so gemacht:

  • Der Text wiederholt die Detailseiten in Kurzform – doppelter Inhalt.
  • Reine Fachprosa ohne einen einzigen Anhaltspunkt zur Selbsteinordnung.

So beeindruckt es besser:

  • Erklären, woran man erkennt, welches Detailthema das eigene ist.
  • Abgrenzen, was nicht zu diesem Feld gehört – das spart Fehlklicks.

Themenseite (Ebene 1) · Abschnitt 4

Die Detailseiten darunter

Der Kern der Themenseite: alle Detailseiten des Felds, je mit einer Zeile, woran man erkennt, dass sie die richtige ist.

Wird gerne so gemacht:

  • Nur eine Aufzählung ohne Erklärung – die Wahl bleibt Raten.
  • Die Liste ist unvollständig, weil neue Detailseiten nicht nachgetragen wurden.

So beeindruckt es besser:

  • Je Detailseite ein Satz zur Abgrenzung: „Wenn bei dir …, dann hier entlang.“
  • Bei der Anlage einer neuen Detailseite die Themenseite gleich mitpflegen.

Insight: Diese Verlinkung ist der eigentliche Wert der Themenseite: Sie zeigt Google, dass die Detailseiten zusammengehören, und verteilt Sichtbarkeit nach unten.

Themenseite (Ebene 1) · Abschnitt 5

Fragen zum ganzen Themenfeld

Fragen, die für das gesamte Feld gelten – nicht die zu einzelnen Detailthemen, die gehören auf die Detailseiten.

Wird gerne so gemacht:

  • Dieselben Fragen wie auf den Detailseiten, wörtlich kopiert.

So beeindruckt es besser:

  • Übergreifende Fragen: Ablauf, Dauer, Zuständigkeit, Kostenrahmen.

Header mit Brotkrumennavigation

Ablauf für genau dieses Thema

Referenz aus genau diesem Bereich

Derselbe nächste Schritt wie überall

Footer

3

Detailseite (Ebene 2)

deine-firma.at/sanierung/badsanierung/

Die Detailseite ist die Arbeitsebene: Hier landen die konkreten Suchanfragen, hier wird entschieden. Jede Detailseite beantwortet genau eine Frage vollständig – und verweist auf ihre Nachbarn, statt sie zu wiederholen.

Wird gerne so gemacht:

  • Zwei Detailseiten bedienen dieselbe Suchanfrage und konkurrieren miteinander.
  • Textbaukasten mit ausgetauschten Ortsnamen oder Fachbegriffen.
  • Kein Weg zurück auf die Themenseite und keiner zu den Nachbarseiten.
  • Die Seite ist dünn: 300 Wörter, weil sie „der Vollständigkeit halber“ angelegt wurde.
  • Sie steht in keiner Navigation und ist nur über die Suche erreichbar.

So beeindruckt es besser:

  • Eine Frage – eine Seite, ohne Überschneidung mit den Nachbarn.
  • Drei bis fünf handverlesene Querverweise plus Rückweg nach oben.
  • Lieber acht gute Detailseiten als zwanzig dünne.

Praxis-Tipp: Bevor du eine neue Detailseite anlegst: Suche auf deiner eigenen Website nach dem Thema. Findest du eine Seite, die es schon halb behandelt, gehört der Inhalt dorthin – nicht auf eine neue URL.

Texte, die verkaufen statt beschreiben →

Abschnitte mit ? in der Zeichnung anklicken – die Erklärung erscheint hier.

Detailseite (Ebene 2) · Abschnitt 2

H1 = genau eine Kundenfrage

Die Detailseite beantwortet eine einzige, konkret gesuchte Frage vollständig. Ihre H1 ist so nah wie möglich an der Suchanfrage.

Wird gerne so gemacht:

  • Zwei verwandte Themen auf einer Seite, weil sie „zusammengehören“.
  • Die H1 wiederholt den Oberbegriff der Themenseite.

So beeindruckt es besser:

  • Eine Frage, eine Seite, eine H1 – ohne Überschneidung mit den Nachbarseiten.
  • Eigener Title und eigene Meta-Description, ebenfalls ohne Überschneidung.

Kostenlos prüfen, was Google technisch sieht →

Detailseite (Ebene 2) · Abschnitt 3

Problem, Lösung, Ergebnis

Der Hauptteil: die Lage aus Kundensicht, wie ihr sie löst und wie das Ergebnis aussieht – mit echten Bildern aus eigenen Projekten.

Wird gerne so gemacht:

  • Nur Methode und Verfahren, nie das Ergebnis für den Kunden.
  • Auf allen Detailseiten derselbe Textbaukasten mit ausgetauschten Begriffen.

So beeindruckt es besser:

  • Je Detailseite eigene Bilder und eigene Beispiele.
  • Zwischenüberschriften, die selbst wieder Fragen beantworten.

Detailseite (Ebene 2) · Abschnitt 5

Verwandte Seiten – seitwärts verlinken

Der Abschnitt, der auf großen Websites am meisten bringt und am häufigsten fehlt: Links auf die Nachbarseiten desselben Themenfelds und zurück auf die Themenseite.

Wird gerne so gemacht:

  • Die Detailseite ist eine Sackgasse – kein Weg zur Seite, keiner nach oben.
  • Automatisch erzeugte „Ähnliche Beiträge“ ohne inhaltlichen Bezug.

So beeindruckt es besser:

  • Drei bis fünf handverlesene Links mit einer Zeile, warum sie hier stehen.
  • Immer auch zurück auf die Themenseite – das stärkt die ganze Ebene.

Insight: Interne Verlinkung ist der Hebel, den man selbst in der Hand hat: Sie verteilt Sichtbarkeit dorthin, wo sie gebraucht wird, und kostet nichts außer Sorgfalt.

Die Quer-Einstiege

Header mit Brotkrumennavigation

Referenz aus derselben Branche

Handlungsaufruf

Footer

4

Zielgruppenseite

deine-firma.at/fuer/hausverwaltungen/

Ein zweiter Weg in die Website, quer zur Leistungsstruktur: für alle, die wissen, wer sie sind, aber nicht, wie die passende Leistung heißt. Nützlich – und der Ort mit dem größten Kannibalisierungsrisiko.

Wird gerne so gemacht:

  • Die Seite ist die Leistungsseite mit ausgetauschter Anrede.
  • Sie bedient dieselbe Suchanfrage wie die Leistungsseite und verdrängt sie.
  • Zehn Zielgruppenseiten, weil sich das gut anfühlt – alle gleich dünn.
  • Kein einziger Link auf die eigentlichen Leistungsseiten.
  • Die Beispiele stammen aus einer anderen Branche.

So beeindruckt es besser:

  • Nur dort anlegen, wo es echte Unterschiede in Ablauf oder Sprache gibt.
  • Auf die Leistungsseiten verlinken, statt sie zu kopieren.
  • Zwei bis vier Zielgruppen – lieber wenige, dafür mit eigenem Inhalt.

Praxis-Tipp: Prüf jede geplante Zielgruppenseite mit einer Frage: Steht darauf etwas, das auf keiner anderen Seite stehen könnte? Wenn nein, gehört der Gedanke als Absatz auf die Leistungsseite.

Abschnitte mit ? in der Zeichnung anklicken – die Erklärung erscheint hier.

Zielgruppenseite · Abschnitt 2

H1 nennt die Zielgruppe, nicht die Leistung

Diese Seite spricht Menschen an, die wissen, wer sie sind, aber nicht, welche Leistung sie brauchen. Die H1 nennt deshalb die Zielgruppe.

Wird gerne so gemacht:

  • Die H1 nennt wieder die Leistung – dann konkurriert sie mit der Detailseite.
  • Die Zielgruppe ist so weit gefasst, dass sich niemand angesprochen fühlt.

So beeindruckt es besser:

  • „Für Hausverwaltungen“ plus ein Satz zur typischen Lage.
  • Die Zielgruppe so schneiden, dass sie sich selbst wiedererkennt.

Zielgruppenseite · Abschnitt 3

Die Lage dieser Zielgruppe

Was diese Gruppe von anderen unterscheidet: andere Abläufe, andere Fristen, andere Entscheider. Das ist der Inhalt, den es sonst nirgends auf der Website gibt.

Wird gerne so gemacht:

  • Der Text ist die Leistungsbeschreibung mit ausgetauschter Anrede.
  • Behauptete Besonderheiten, die für jede Zielgruppe gelten würden.

So beeindruckt es besser:

  • Konkrete Unterschiede benennen: Abrechnung, Freigaben, Zeitfenster, Ansprechpartner.
  • Ein Beispiel aus genau dieser Gruppe.

Zielgruppenseite · Abschnitt 4

Passende Leistungen – verlinkt, nicht wiederholt

Der entscheidende Abschnitt: Die Zielgruppenseite verweist auf die Leistungsseiten, statt deren Inhalt zu wiederholen.

Wird gerne so gemacht:

  • Die Leistungstexte stehen hier noch einmal, leicht umformuliert.
  • Es fehlt jeder Link auf die eigentlichen Leistungsseiten.

So beeindruckt es besser:

  • Je Leistung eine Zeile aus Sicht dieser Zielgruppe, dann der Link.
  • Reihenfolge nach Relevanz für diese Gruppe, nicht nach Firmenlogik.

Insight: Hier entsteht Kannibalisierung am häufigsten: Zielgruppenseite und Leistungsseite bedienen dieselbe Suchanfrage. Die Zielgruppenseite gewinnt nur, wenn sie etwas Eigenes sagt.

Header mit Brotkrumennavigation

Was hier vor Ort angeboten wird

Anfahrt – erst nach Einwilligung laden

Footer

5

Standortseite

deine-firma.at/standorte/graz/

Eine eigene Seite je Standort – aber nur, wenn dort tatsächlich etwas Eigenes passiert: eigene Adresse, eigene Menschen, eigene Zeiten, eigene Referenzen.

Wird gerne so gemacht:

  • Zwanzig Standortseiten, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden.
  • Orte, an denen ihr gar nicht vertreten seid, „weil man dort auch tätig ist“.
  • Auf allen Standortseiten dieselbe Telefonnummer und dasselbe Teamfoto.
  • Keine Adresse, obwohl die Seite lokal gefunden werden soll.
  • Die Standortseiten sind untereinander nicht verlinkt und stehen in keiner Übersicht.

So beeindruckt es besser:

  • Je Standort echte Adresse, echte Menschen, echte Zeiten, lokale Referenzen.
  • Eine Standort-Übersicht, die alle verbindet.
  • Ohne eigene Inhalte lieber eine Standortliste auf der Kontaktseite.

Insight: Standortseiten ohne eigene Inhalte gelten als Doorway-Pages und können der ganzen Website schaden – nicht nur sich selbst. Im Zweifel eine gute Seite statt zehn austauschbare.

Abschnitte mit ? in der Zeichnung anklicken – die Erklärung erscheint hier.

Standortseite · Abschnitt 2

H1 mit Leistung und Ort

Lokale Suchanfragen verbinden Leistung und Ort. Genau diese Kombination gehört in die H1 – und danach müssen echte, ortsbezogene Inhalte folgen.

Wird gerne so gemacht:

  • Nur der Ortsname wurde ausgetauscht, der Rest ist identisch mit anderen Standorten.
  • Die H1 nennt den Ort, die Seite hat aber keinerlei Bezug dorthin.

So beeindruckt es besser:

  • Leistung plus Ort, gefolgt von etwas, das nur für diesen Ort gilt.

Standortseite · Abschnitt 3

Die Menschen an diesem Standort

Der Abschnitt, der eine Standortseite von einer Doorway-Page unterscheidet: echte Personen, echte Adresse, echte Öffnungszeiten.

Wird gerne so gemacht:

  • Dasselbe Teamfoto wie auf allen anderen Standortseiten.
  • Keine Ansprechpartner, nur eine zentrale Telefonnummer.

So beeindruckt es besser:

  • Namen und Gesichter der Menschen, die dort tatsächlich arbeiten.
  • Adresse, Zeiten und Anfahrt speziell für diesen Standort.

Standortseite · Abschnitt 5

Referenzen aus der Umgebung

Lokale Referenzen sind das stärkste Signal einer Standortseite – für Besucher wie für Suchmaschinen.

Wird gerne so gemacht:

  • Referenzen aus dem ganzen Land, ohne Ortsbezug.

So beeindruckt es besser:

  • Zwei bis drei Projekte aus der Region, mit Ortsangabe.

Was die Website zusammenhält

Header mit Brotkrumennavigation

Wofür dieser Bereich da ist

Einstieg für Neue: die wichtigsten Artikel

Handlungsaufruf

Footer

6

Wissens- / Blog-Übersicht

deine-firma.at/wissen/

Der Wissensbereich fängt Suchanfragen ein, die keine Leistungsseite bedienen kann – Fragen, die vor der Kaufentscheidung kommen. Er ist der günstigste Weg zu Sichtbarkeit, wenn ihn jemand pflegt.

Wird gerne so gemacht:

  • Drei Beiträge aus dem Gründungsjahr – das schadet mehr, als es nützt.
  • Artikel, die nie auf die passende Leistungsseite verlinken.
  • Reine Firmennachrichten statt Antworten auf Kundenfragen.
  • Keine Ordnung außer dem Datum.

So beeindruckt es besser:

  • Nur starten, wenn eine feste Zuständigkeit dafür existiert.
  • Jeder Artikel beantwortet eine echte Kundenfrage und verlinkt ins Angebot.
  • Nach denselben Themenfeldern gruppieren wie die Hauptnavigation.

Insight: Ein Wissensbereich ohne Zuständigkeit veraltet sichtbar – und das Datum des letzten Beitrags ist eines der ersten Dinge, die Besucher unbewusst bewerten.

Sichtbar werden in KI-Antworten →

Abschnitte mit ? in der Zeichnung anklicken – die Erklärung erscheint hier.

Wissens- / Blog-Übersicht · Abschnitt 3

Artikel, nach Themen gruppiert

Ab etwa fünfzehn Artikeln braucht die Übersicht Ordnung: nach Themenfeld gruppiert, nicht nur chronologisch.

Wird gerne so gemacht:

  • Nur eine Liste nach Datum – der beste Artikel von 2022 ist unauffindbar.
  • Kategorien, die sich überschneiden, sodass Artikel mehrfach auftauchen.

So beeindruckt es besser:

  • Nach denselben Themenfeldern gruppieren wie die Hauptnavigation.
  • Die stärksten Artikel oben festpinnen, unabhängig vom Datum.

Header mit Brotkrumennavigation

H1 = die Frage, wörtlich

Autor mit Namen und Gesicht

Handlungsaufruf

Footer

7

Wissensartikel

deine-firma.at/wissen/grundpreis-richtig-angeben/

Ein Wissensartikel beantwortet eine Frage, die vor der Kaufentscheidung steht – vollständig, ohne Anlauf und mit einem sichtbaren Weg ins Angebot.

Wird gerne so gemacht:

  • Kein Autor, kein Datum – damit fehlen zwei der wenigen Vertrauenssignale.
  • Der Artikel ist von 2021 und behauptet einen Rechtsstand, den es nicht mehr gibt.
  • Er beantwortet die Frage erst im letzten Absatz.
  • Kein Weg vom Artikel ins Angebot.

So beeindruckt es besser:

  • Antwort zuerst, dann Begründung, dann Ausnahmen.
  • Autor mit Namen, Datum der letzten Aktualisierung sichtbar.
  • Anschluss ins Angebot, inhaltlich passend statt beworben.

Abschnitte mit ? in der Zeichnung anklicken – die Erklärung erscheint hier.

Wissensartikel · Abschnitt 3

Antwort zuerst, Begründung danach

Der Aufbau, der für Menschen und für KI-Antworten funktioniert: erst die kurze Antwort, dann die Begründung, dann die Ausnahmen.

Wird gerne so gemacht:

  • Fünf Absätze Hinführung, bevor die Frage überhaupt beantwortet wird.
  • Die Antwort steht nur im Fazit ganz unten.

So beeindruckt es besser:

  • Erste zwei Sätze beantworten die Frage vollständig.
  • Danach Begründung, Beispiel, Ausnahmen – in dieser Reihenfolge.

Insight: Genau dieser Aufbau wird von KI-Assistenten am häufigsten zitiert: eine klar formulierte Antwort direkt unter der Frage, ohne Anlauf.

Wissensartikel · Abschnitt 4

Verlinkung ins Angebot

Der Artikel beantwortet eine Frage – und zeigt danach, wo man weiterlesen oder Hilfe bekommen kann. Ohne diesen Schritt bleibt Wissen ohne Wirkung.

Wird gerne so gemacht:

  • Der Artikel endet, ohne auf eine einzige Leistungsseite zu verweisen.
  • Ein Werbeblock, der nichts mit dem Artikelthema zu tun hat.

So beeindruckt es besser:

  • Ein Verweis, der inhaltlich anschließt: „Wenn du das nicht selbst machen willst …“
  • Zusätzlich zwei verwandte Artikel.

Header mit Brotkrumennavigation

Erreichbarkeit und Antwortzeit

Footer

8

Kontakt & Standortwahl

deine-firma.at/kontakt/

Bei mehreren Standorten und Abteilungen entscheidet die Kontaktseite, ob eine Anfrage direkt beim richtigen Menschen landet – oder in einem Sammelpostfach.

Wird gerne so gemacht:

  • Ein zentrales Formular für alles, ohne Zuordnung.
  • Die Kontaktdaten weichen von denen auf den Standortseiten ab.
  • Kein direkter Ansprechpartner, nur eine allgemeine Adresse.

So beeindruckt es besser:

  • Zuerst die Auswahl, dann das Formular.
  • Je Standort echte Daten, deckungsgleich mit der Standortseite.

Abschnitte mit ? in der Zeichnung anklicken – die Erklärung erscheint hier.

Kontakt & Standortwahl · Abschnitt 3

Standorte zur Auswahl

Bei mehreren Standorten führt der Kontakt zuerst über die Auswahl. Ein einziges zentrales Formular kostet an dieser Stelle Anfragen.

Wird gerne so gemacht:

  • Ein zentrales Formular ohne Standortbezug – die Anfrage landet im Verteiler.
  • Alle Standorte teilen sich eine Telefonnummer und eine Adresse.

So beeindruckt es besser:

  • Je Standort eine Karte mit Adresse, Nummer und Ansprechpartner.
  • Das Formular übergibt den gewählten Standort mit.

Kontakt & Standortwahl · Abschnitt 4

Formular mit Standortbezug und Honeypot

Kurz bleiben, auch auf einer großen Website: Name, Kontaktweg, Anliegen – plus der Standort, wenn es mehrere gibt. Als Spamschutz ein Honeypot statt Captcha.

Wird gerne so gemacht:

  • Ein Pflichtfeld je Abteilung – das Formular wird zum Antrag.
  • Nach dem Absenden ein grüner Kasten statt einer eigenen Danke-Seite.

So beeindruckt es besser:

  • Drei bis vier Felder plus Standortauswahl.
  • Eigene Danke-Seite je Standort, wenn getrennt ausgewertet werden soll.

Anfragen sauber messen →

Suchergebnisse mit Einordnung

Footer

9

Auffangseiten: Suche & 404

deine-firma.at/suche/

Zwei Seiten, die niemand plant und die auf großen Websites täglich gebraucht werden: die interne Suche und die 404-Seite. Beide fangen Menschen auf, die sonst gehen.

Wird gerne so gemacht:

  • Keine interne Suche auf einer Website mit vierzig Seiten.
  • Die 404-Seite ist eine Sackgasse ohne Wege.
  • Beim Relaunch wurden alte URLs ersatzlos gelöscht.

So beeindruckt es besser:

  • Suche im Header, Ergebnisse mit Einordnung statt nackter Trefferliste.
  • 404 mit Suchfeld, Hauptseiten und Kontakt.
  • Alte URLs per 301 auf das neue Ziel weiterleiten.

Praxis-Tipp: Nach jedem Umbau die Google Search Console auf 404-Fehler prüfen. Die Liste dort zeigt genau die Seiten, die anderswo verlinkt sind – und die du gerade verloren hast.

Abschnitte mit ? in der Zeichnung anklicken – die Erklärung erscheint hier.

Auffangseiten: Suche & 404 · Abschnitt 1

Header mit Suchfeld

Ab etwa dreißig Seiten wird die interne Suche zum wichtigsten Navigationsweg für alle, die etwas Bestimmtes wollen.

Wird gerne so gemacht:

  • Es gibt keine Suche, obwohl die Website vierzig Seiten hat.
  • Die Suche findet nur exakte Wortübereinstimmungen.

So beeindruckt es besser:

  • Suchfeld im Header, ab Mobilbreite als Symbol.
  • Die Suchbegriffe auswerten – sie zeigen, welche Seite fehlt.

Insight: Die Liste der internen Suchbegriffe ohne Treffer ist die ehrlichste Themenliste, die eine Website hat.

Auffangseiten: Suche & 404 · Abschnitt 3

404: kein Restposten, sondern ein Weg

Die 404-Seite fängt jeden falschen Link ab – auch die aus alten Verlinkungen und Ausdrucken. Auf großen Websites passiert das ständig.

Wird gerne so gemacht:

  • „Seite nicht gefunden“ und sonst nichts.
  • Die 404-Seite liefert den Statuscode 200 – Google indexiert dann Fehlerseiten.

So beeindruckt es besser:

  • Suchfeld, die drei wichtigsten Seiten und ein Kontaktlink.
  • Bei Umbauten gelöschte Seiten per 301 weiterleiten, statt sie ins Leere laufen zu lassen.

Der Punkt, an dem große Websites scheitern

Nicht der Aufbau ist das Problem, sondern das dritte Jahr. Seiten, die niemandem gehören, veralten zuerst – und weil sie selten aufgerufen werden, fällt es lange nicht auf. Irgendwann wirkt die ganze Website alt, und jemand schlägt einen Relaunch vor. Der kostet dann ein Vielfaches dessen, was Pflege gekostet hätte.

Was hilft, ist unspektakulär: eine namentlich benannte Zuständigkeit je Themenfeld und einmal im Quartal ein Blick auf die Seiten mit den wenigsten Aufrufen. Je Seite gibt es genau drei Entscheidungen – aktualisieren, mit einer anderen zusammenlegen oder löschen und per 301 weiterleiten. Löschen ist dabei keine Niederlage: Eine Website, die schrumpft und dabei besser wird, ist der Normalfall, nicht die Ausnahme.

Nebeneffekt: Wer diesen Rhythmus hat, braucht selten einen Relaunch – und wenn doch, weiß er vorher genau, welche Seiten mitgenommen werden.

Auf jeder Seite gleich

Was auf allen Ebenen gleich bleiben muss

Je größer die Website, desto wichtiger die Wiederholung: derselbe Header, derselbe Footer, dieselben Pflichtlinks – auf jeder einzelnen Seite, auch drei Ebenen tief.

Header & Navigation

Logo links, Menü mittig oder rechts, ein sichtbarer Button für die wichtigste Handlung. Ab etwa 768 px Breite abwärts gehört das Menü hinter ein Burger-Icon – sonst bricht die Navigation auf dem Handy um oder wird unklickbar klein.

Maximal sieben Hauptpunkte. Jeder achte Punkt halbiert die Aufmerksamkeit für die ersten sieben. Das Logo verlinkt immer auf die Startseite – das erwarten Besucher, ohne darüber nachzudenken.

Der häufigste Fehler: Der Burger enthält nur die Menüpunkte, aber nicht den Kontakt-Button. Auf dem Handy verschwindet damit genau die Handlung, die Umsatz bringt.

Footer & Pflichtlinks

Impressum und Datenschutzerklärung gehören getrennt in den Footer – jeweils als eigener Link, mit genau diesen Wörtern beschriftet und von jeder Seite aus mit maximal zwei Klicks erreichbar.

Sobald du online verkaufst, kommen AGB und Widerrufsbelehrung dazu. Wer nur Dienstleistungen anbietet und nicht online abschließt, braucht die Widerrufsbelehrung an dieser Stelle nicht – ein Impressum aber immer.

„Impressum & Datenschutz“ auf einer gemeinsamen Seite ist zulässig, aber unübersichtlich – und macht Abmahnern die Arbeit leichter als zwei saubere Links.

Kontaktseite & Honeypot

Auf die Kontaktseite gehören beide Wege: Formular und direkte Adresse plus Telefonnummer. Menschen, die schnell kaufen wollen, greifen zum Hörer; Menschen, die abends recherchieren, tippen ins Formular.

Ein Honeypot ist ein zusätzliches Formularfeld, das per CSS unsichtbar gemacht wird. Menschen sehen es nicht und füllen es nie aus – Spam-Bots füllen stur alle Felder aus. Ist das Feld befüllt, verwirfst du die Nachricht. Kein Captcha, keine Hürde, keine Google-Einbindung, kein Datenschutzproblem.

<p style="position:absolute;left:-9999px" aria-hidden="true"> <label>Bitte leer lassen</label> <input type="text" name="website" tabindex="-1" autocomplete="off"> </p>

Wichtig: aria-hidden und tabindex="-1" nicht weglassen – sonst liest ein Screenreader das Feld vor und blinde Besucher füllen es aus. Ihre Anfrage landet dann im Nichts.

Danke-Seite mit eigener URL

Nach dem Absenden gehört der Besucher auf eine eigene Seite wie /danke/ – nicht auf einen grünen Kasten im Formular.

Nur so lässt sich eine Anfrage überhaupt zählen: Werbe- und Analyse-Tools messen Seitenaufrufe, nicht ausgeblendete Meldungen. Ohne eigene Danke-Seite weißt du nie, welcher Kanal deine Anfragen bringt – und optimierst blind.

Schreib dort auch dazu, wann du dich meldest. Das senkt die Zahl der Nachfass-Mails spürbar.

Cookie-Banner & 404-Seite

Ein Cookie-Banner brauchst du erst, wenn du etwas lädst, das nicht technisch notwendig ist – Statistik, Werbepixel, eingebettete Videos, Schriften von fremden Servern. Wer Schriften lokal einbindet und auf Tracking verzichtet, braucht keinen Banner.

Die 404-Seite ist kein Restposten: Sie fängt jeden falschen Link ab. Statt „Seite nicht gefunden“ gehören dort Suchfeld, die drei wichtigsten Seiten und ein Kontaktlink hin.

Falsch gesetzte Banner blockieren den Google-Bot – dann steht deine Seite zwar online, wird aber nicht vollständig gelesen.

Tempo, Titel & Auffindbarkeit

Jede Seite braucht einen eigenen Title und eine eigene Meta-Description. Zwei Seiten mit identischem Titel konkurrieren bei Google gegeneinander – und beide verlieren.

Als technische Messlatte gelten die Core Web Vitals: größtes Element sichtbar in ≤ 2,5 Sekunden, Reaktion auf Klicks unter 200 Millisekunden, kein Nachrutschen des Layouts (CLS < 0,1).

Der größte Hebel ist fast immer derselbe: unkomprimierte Bilder. Ein Foto mit 4.000 Pixel Breite in einem 600 Pixel breiten Kasten kostet Ladezeit, ohne irgendetwas besser aussehen zu lassen.

Was uns zu großen Websites gefragt wird

Wie viele Ebenen?
Ehrliche Antworten.

Drei Fragen, die beim Thema Website-Architektur immer wieder kommen. Fahr mit der Maus über eine PersonTippe oder klicke auf eine Person - du bekommst genau die Antwort, die wir auch im Erstgespräch geben.

Die Personen sind Beispiele. Die Fragen und die Antworten sind echt.

Markus
Markus, Getränkehandel · sechs Sortimente

Bringt mehr Seiten automatisch mehr Sichtbarkeit bei Google?

Nur wenn jede Seite eine echte Frage beantwortet. Zwanzig dünne Seiten ziehen den Gesamteindruck runter, acht gute tragen ihn. Es zählt die Abdeckung von Fragen, nicht die Zahl der URLs.

Sabine
Sabine, Naturkosmetik · zwei Zielgruppen

Ich will je Zielgruppe eine eigene Seite. Ist das nicht doppelter Inhalt?

Nur wenn sie dieselbe Suchanfrage bedient wie deine Leistungsseite. Sag dort etwas, das sonst nirgends steht - eigene Abläufe, eigene Sprache - und verlinke auf die Leistungen, statt sie zu kopieren.

Anke & Tobias
Anke & Tobias, Werkzeug B2B · 40 Seiten gewachsen

Unsere Website hat 40 Seiten und niemand blickt mehr durch. Relaunch?

Selten die beste Antwort. Meist fehlen Themenseiten als Klammer und interne Verlinkung. Erst sortieren und Dünnes zusammenlegen - danach sieht man, ob überhaupt noch ein Relaunch nötig ist.

Deine Frage ist nicht dabei? Stell sie uns im kostenlosen Erstgespräch →

Häufige Fragen

Große Website – kurz beantwortet

Ab wann braucht man eine große Website?

Sobald mehrere Themen jeweils eigene Unterthemen haben, mehrere Zielgruppen unterschiedlich angesprochen werden müssen oder mehrere Standorte lokal gefunden werden sollen. In Seitenzahlen ausgedrückt beginnt das etwa ab zwölf Seiten - entscheidend ist aber nicht die Menge, sondern ob die Seiten in Ebenen zerfallen. Solange eine flache Liste von Seiten genügt, ist eine kleine Website der passende Typ.

Was ist eine Themenseite und wozu dient sie?

Eine Themenseite bündelt ein ganzes Themenfeld auf mittlerer Ebene: Sie erklärt den Oberbegriff, ordnet ein und verlinkt auf die Detailseiten darunter. Für Besucher ist sie der Einstieg, wenn sie ihr genaues Problem noch nicht benennen können. Für Suchmaschinen ist sie die Klammer, die zeigt, dass die Detailseiten zusammengehören.

Wie tief darf eine Website verschachtelt sein?

Drei Ebenen unter der Startseite reichen fast immer: Themenfeld, Detailseite und notfalls eine Spezialseite darunter. Jede weitere Ebene macht Inhalte schwerer auffindbar und die Pflege aufwendiger. Als Faustregel sollte jede Seite von der Startseite aus in höchstens drei Klicks erreichbar sein.

Was ist Keyword-Kannibalisierung und wie vermeide ich sie?

Kannibalisierung entsteht, wenn mehrere eigene Seiten dieselbe Suchanfrage bedienen. Sie konkurrieren dann miteinander, und meist gewinnt keine von ihnen. Vermeiden lässt sich das mit einer einfachen Regel: Zu jeder Suchanfrage gibt es genau eine Zielseite. Bei Zielgruppen- und Standortseiten ist die Gefahr am größten, weil sie oft Inhalte der Leistungsseiten wiederholen.

Brauche ich für jeden Standort eine eigene Seite?

Nur wenn dort tatsächlich etwas Eigenes passiert: eigene Adresse, eigene Menschen, eigene Öffnungszeiten, eigene Referenzen. Standortseiten, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden und ansonsten denselben Text tragen, gelten als Doorway-Pages und schaden mehr, als sie nützen. Ohne eigene Inhalte ist eine Standortliste auf der Kontaktseite die bessere Lösung.

Wie pflegt man eine große Website dauerhaft?

Mit einer festen Zuständigkeit und einem Rhythmus. Ohne benannte Person veralten zuerst die Seiten, die selten aufgerufen werden - und genau die sind später der Grund für einen Relaunch. Bewährt hat sich, einmal im Quartal die Seiten mit den wenigsten Aufrufen durchzugehen und je Seite zu entscheiden: aktualisieren, zusammenlegen oder löschen und weiterleiten.

Ist eine große Website automatisch besser für Google?

Nein. Mehr Seiten bedeuten nur dann mehr Sichtbarkeit, wenn jede Seite eine eigene, tatsächlich gesuchte Frage beantwortet. Zwanzig dünne Seiten schaden dem Gesamteindruck einer Website, während acht gute sie tragen. Der Nutzen entsteht durch Abdeckung unterschiedlicher Fragen, nicht durch die Anzahl der URLs.

Weiter im Cluster

Die anderen Seitentypen

Passt dieser Typ doch nicht zu deinem Vorhaben? Dann ist einer davon der richtige – jeder mit Aufbau, typischen Fehlern und konkreten Verbesserungen.

Zur Übersicht: welcher Typ passt zu mir? →

Sortieren statt neu bauen

Bevor ihr über einen Relaunch redet

Die meisten gewachsenen Websites brauchen keinen Neubau, sondern eine Ordnung: fehlende Themenseiten, doppelte Zielseiten, keine interne Verlinkung. Wir gehen deine Struktur mit dir durch und sagen dir, was zusammengehört, was weg kann und was wirklich fehlt – auch dann, wenn am Ende kein Projekt für uns dabei herauskommt.