Website-Aufbau · Seitentyp 1 von 6

Onepager: eine Seite, alles drauf – wenn die Reihenfolge stimmt

Ein Onepager ist schnell online und günstig zu pflegen. Genau deshalb wird er meistens falsch gebaut: Alles kommt drauf, aber in beliebiger Anordnung. Unten siehst du die Reihenfolge, die funktioniert – klick dich Abschnitt für Abschnitt durch.

Erst die Typfrage

Wann ein Onepager richtig ist – und wann er dich ausbremst

Der häufigste Fehler passiert vor der ersten Zeile Text: der falsche Seitentyp. Diese Liste klärt das in zwei Minuten.

Ein Onepager passt, wenn …

  • du ein Angebot für eine Zielgruppe hast – nicht fünf verschiedene.
  • es genau eine gewünschte Handlung gibt: anrufen, anfragen, Termin buchen.
  • du gerade gründest oder ein einzelnes Projekt, Buch oder Event bewirbst.
  • du schnell online sein musst und die Inhalte selbst pflegen willst.
  • deine Kunden dich ohnehin über Empfehlung, Social Media oder Karte finden – die Seite also überzeugen, nicht ranken muss.

Nimm etwas anderes, wenn …

  • du mehrere Leistungen anbietest, die Kunden getrennt googeln – dann brauchst du je Leistung eine Seite, also eine kleine Website.
  • du Produkte direkt verkaufen willst – das ist ein Shop mit eigenen Seitentypen, kein Onepager mit Kaufbutton.
  • du bezahlte Anzeigen schaltest – dafür ist eine Produkt-Landingpage ohne Ablenkung deutlich stärker.
  • du mehrere Standorte hast, die lokal gefunden werden sollen – das führt zu einer großen Website.
  • du eigentlich nur Kontaktdaten teilen willst – dafür genügt eine Online-Visitenkarte, die in Minuten steht.

Zur SEO-Frage, weil sie immer kommt: Ein Onepager ist nicht „schlecht für Google“ – er ist begrenzt. Eine Seite bedeutet eine URL, einen Title, eine Meta-Description. Damit kannst du im Kern für ein Thema ranken. Für ein fokussiertes Angebot reicht das vollkommen. Sobald du für mehrere Suchbegriffe gefunden werden willst, die inhaltlich auseinanderliegen, konkurrieren diese Themen auf derselben URL – und keines gewinnt.

Interaktives Wireframe

So ist ein Onepager aufgebaut – von oben nach unten

Zwölf Abschnitte in der Reihenfolge, die funktioniert: erst einordnen, dann überzeugen, dann belegen, dann handeln lassen. Klick auf einen Baustein – daneben steht, wozu er dient und woran er meistens scheitert.

Klick in der Zeichnung auf einen Baustein – hier steht, wozu er dient.

Baustein 1 von 12

Header

Logo links, drei bis fünf Sprungmarken, ein Button. Beim Onepager führen die Menüpunkte nicht auf Unterseiten, sondern zu Abschnitten derselben Seite – der Header ist damit gleichzeitig das Inhaltsverzeichnis.

Wird gerne so gemacht:

  • Zehn Sprungmarken, damit „alles im Menü steht“ – auf dem Handy eine Wand aus Wörtern.
  • Der Header scrollt weg; wer unten ankommt, muss zurückscrollen, um zum Kontakt zu gelangen.
  • Menüpunkte heißen „Philosophie“ oder „Portfolio“ statt dessen, was Kunden suchen.
  • Der Kontakt-Button liegt mobil mit im Burger-Menü versteckt.
  • Das Logo verlinkt auf # oder gar nicht – der erwartete Weg nach oben fehlt.

So beeindruckt es besser:

  • Drei bis fünf Sprungmarken, benannt nach der Kundenfrage: „Angebot“, „Ablauf“, „Preise“.
  • Header bleibt beim Scrollen stehen, wird dabei schmaler – kostet kaum Platz.
  • Der aktive Abschnitt wird im Menü mitmarkiert, so bleibt die Orientierung erhalten.

Praxis-Tipp: Der Header sollte beim Scrollen sichtbar bleiben. Auf einer sehr langen Seite ist er der einzige Weg zurück nach oben – ohne ihn scrollt niemand freiwillig zwei Bildschirmhöhen zurück zum Kontakt-Button.

Insight: Ab etwa 768 px Breite abwärts gehören die Sprungmarken hinter ein Burger-Icon – der Kontakt-Button bleibt aber daneben sichtbar. Wandert er mit ins Menü, verschwindet auf dem Handy genau die Handlung, für die die Seite gebaut wurde.

Baustein 2 von 12

Hero

Der erste Bildschirm entscheidet, ob überhaupt gescrollt wird. Hinein gehören: eine Überschrift, die sagt was du für wen tust, zwei bis drei Zeilen Erklärung und ein Button. Ein Bild oder kurzes Video daneben, aber kein Slider.

Wird gerne so gemacht:

  • „Herzlich willkommen auf unserer Website“ als Überschrift.
  • Ein Slider mit fünf wechselnden Botschaften – gesehen wird nur die erste.
  • Die Überschrift nennt den Firmennamen, nicht das Angebot.
  • Zwei bis drei gleich große Buttons, keiner davon eindeutig der wichtigste.
  • Ein Stockfoto mit Handschlag, auf dem der Text mobil nicht mehr lesbar ist.

So beeindruckt es besser:

  • Eine Überschrift, die Angebot, Zielgruppe und Region enthält.
  • Ein Button, dessen Text die Handlung benennt: „Termin sichern“.
  • Darunter eine Zeile, die den Einwand vorwegnimmt: „Unverbindlich, Antwort in 24 Stunden“.

Praxis-Tipp: „Herzlich willkommen auf unserer Website“ ist die teuerste Zeile im Netz: Sie steht an der meistgelesenen Stelle und sagt nichts. Schreib dort das Angebot und die Zielgruppe hin – im Zweifel wörtlich so, wie Kunden danach fragen.

Insight: Ein Slider mit fünf wechselnden Aussagen sagt am Ende gar nichts: Die meisten Besucher sehen nur das erste Bild, und das ist bei einem Slider selten das beste. Eine feste Aussage schlägt fünf rotierende.

Wir formulieren die erste Zeile mit dir →

Baustein 3 von 12

Vertrauensleiste

Eine schmale Zeile direkt unter dem Hero: Kundenlogos, Mitgliedschaften, Bewertungen oder harte Zahlen. Sie beantwortet die stille Frage „Hat dem schon mal jemand vertraut?“, bevor sie gestellt wird.

Wird gerne so gemacht:

  • Logos der eingesetzten Software statt der Kunden – das beeindruckt niemanden.
  • Sterne-Bewertung ohne Quelle, ohne Anzahl, ohne Verlinkung.
  • „Zufriedene Kunden seit vielen Jahren“ – ohne eine einzige Zahl.
  • Logos in wild unterschiedlichen Größen, halb Farbe, halb Graustufe.
  • Ein Siegel, das niemand kennt, verlinkt auf nichts und ist womöglich abgelaufen.

So beeindruckt es besser:

  • Drei bis fünf echte Kundenlogos, optisch auf dieselbe Höhe gebracht.
  • Eine harte, nachprüfbare Zahl: Gründungsjahr, Projekte, Region.
  • Bewertungen mit Quelle verlinken – prüfbar schlägt schmückend.

Praxis-Tipp: Nachprüfbare Angaben schlagen jedes Siegel: „Seit 2011, 140 Projekte, Werkstatt in Graz“ wirkt stärker als ein generisches Qualitätslogo, das niemand kennt.

Insight: Wer noch keine Referenzen hat, nimmt an dieser Stelle Fakten: Ausbildung, Erfahrung in Jahren, Region, Verfügbarkeit. Leerlassen ist besser als erfinden – erfundene Logos fallen schneller auf, als man denkt.

Baustein 4 von 12

Problem & Zielgruppe

Der Abschnitt, in dem der Besucher sich selbst wiedererkennt: die Situation, mit der er auf deine Seite gekommen ist – in seinen Worten, nicht in deinen. Erst danach kommt dein Angebot.

Wird gerne so gemacht:

  • Der Abschnitt fehlt ganz – die Seite springt vom Versprechen direkt zum Verkauf.
  • „Die Digitalisierung stellt Unternehmen vor große Herausforderungen“: gilt für alle, meint niemanden.
  • Es geht um die eigene Firma statt um die Lage des Kunden.
  • Angstmache ohne Auflösung – der Leser bleibt beunruhigt zurück und geht.
  • Fachbegriffe, die nur intern verwendet werden („Conversion-Pfad“, „Customer Journey“).

So beeindruckt es besser:

  • Drei Sätze in Kundensprache – am besten wörtlich aus echten Telefonaten.
  • Zielgruppe explizit benennen: „Für Händler mit 50 bis 500 Artikeln“.
  • Direkt danach ein Satz Auflösung, damit die Spannung nicht ins Leere läuft.

Praxis-Tipp: Formuliere drei bis vier konkrete Sätze aus Kundensicht („Ihr Shop läuft, aber verkauft zu wenig“). Wer sich hier wiedererkennt, liest den Rest der Seite deutlich aufmerksamer.

Insight: Dieser Abschnitt wird am häufigsten weggelassen – und ist der, der aus Besuchern Interessenten macht. Ohne ihn springt die Seite direkt vom Versprechen zum Verkauf.

Baustein 5 von 12

Angebot / Leistungen

Drei bis sechs Blöcke, je einer pro Leistung oder Produkt. Jeder Block: Überschrift, zwei bis drei Sätze Nutzen, optional ein Bild. Keine Aufzählung technischer Merkmale ohne Übersetzung in einen Vorteil.

Wird gerne so gemacht:

  • Neun Leistungen gleichwertig nebeneinander – keine ist erkennbar die Hauptleistung.
  • Merkmale ohne Übersetzung: „20 mm Massivholz, CNC-gefräst“.
  • Jeder Block unterschiedlich lang, dadurch wirkt der ganze Abschnitt unruhig.
  • Dekorative Icons ohne Bezug zur jeweiligen Leistung.
  • „… und vieles mehr“ als Abschluss – das denkt sich niemand aus.

So beeindruckt es besser:

  • Drei bis sechs Blöcke, gleiche Struktur, etwa gleiche Länge.
  • Merkmal plus Bedeutung: „20 mm Massivholz – hält, wenn Kinder daraufsteigen“.
  • Eine Leistung sichtbar als Einstieg hervorheben, statt alle gleich zu gewichten.

Praxis-Tipp: Schreib Nutzen statt Merkmale: nicht „20 mm Massivholz“, sondern „20 mm Massivholz – hält auch, wenn Kinder daraufsteigen“. Das Merkmal bleibt drin, es bekommt nur eine Bedeutung.

Insight: Genau diese Blöcke werden später zu eigenen Unterseiten, wenn du auf eine größere Website wechselst. Wer sie von Anfang an sauber trennt, muss beim Umbau nur verschieben statt neu schreiben.

Texte, die verkaufen statt beschreiben →

Baustein 6 von 12

So läuft es ab

Drei bis vier nummerierte Schritte vom ersten Kontakt bis zum Ergebnis. Dieser Abschnitt nimmt die größte unausgesprochene Hemmung: nicht zu wissen, worauf man sich einlässt, wenn man auf den Button klickt.

Wird gerne so gemacht:

  • Sieben Schritte, inklusive interner Vorgänge, die den Kunden nichts angehen.
  • Schritte aus Firmensicht: „Briefing-Auswertung“, „Ressourcenplanung“.
  • Keine einzige Zeitangabe – niemand weiß, ob das Tage oder Monate dauert.
  • Schritt 1 klingt bereits nach Verpflichtung: „Beauftragung“.
  • Der Abschnitt fehlt, dadurch fühlt sich der Klick auf den Button riskant an.

So beeindruckt es besser:

  • Drei bis vier Schritte, konsequent aus Kundensicht formuliert.
  • Beim ersten Schritt sagen, was nicht passiert („kein Verkaufsgespräch“).
  • Grobe Dauer je Schritt nennen – das beantwortet die häufigste stille Frage.

Praxis-Tipp: Nenne beim ersten Schritt konkret, was nicht passiert: „15 Minuten Telefonat, unverbindlich, kein Verkaufsgespräch“. Das senkt die Hemmschwelle stärker als jedes zusätzliche Argument.

Baustein 7 von 12

Über uns

Ein echtes Foto und drei, vier Sätze zu den Menschen dahinter. Bei kleinen Anbietern ist das oft der zweitmeistgelesene Abschnitt – Kunden wollen wissen, mit wem sie sprechen werden.

Wird gerne so gemacht:

  • Stockfoto mit lachendem Headset-Team, das es so nie gegeben hat.
  • „Wir sind ein junges, dynamisches Team mit Leidenschaft“ – sagt nichts.
  • Firmenhistorie seit 1998 in fünf Absätzen, chronologisch.
  • Kein Name, kein Gesicht, kein Ansprechpartner.
  • Das Foto ist mobil so beschnitten, dass Köpfe fehlen.

So beeindruckt es besser:

  • Ein echtes Foto der Person, die die Anfrage tatsächlich beantworten wird.
  • Name, Rolle und ein konkretes Detail, das man sich merkt.
  • Ein Satz dazu, warum ihr genau das macht – kurz, keine Firmengeschichte.

Praxis-Tipp: Ein echtes Foto schlägt jedes Stockbild. Ein Stockfoto mit lachendem Headset-Team sagt jedem Besucher genau eine Sache: Hier ist niemand, den man zeigen möchte.

Fotos, die zu deiner Seite passen →

Baustein 8 von 12

Kundenstimmen

Zwei bis vier Zitate mit Name, Firma oder Ort und – wenn möglich – einem konkreten Ergebnis. Platziert direkt nach dem Abschnitt, der die größte Behauptung aufstellt.

Wird gerne so gemacht:

  • „Tolle Zusammenarbeit, immer wieder gerne!“ – ohne Name, ohne Firma.
  • Sechs anonyme Fünf-Sterne-Kacheln, die alle gleich klingen.
  • Ein Karussell, das automatisch weiterspringt, bevor man zu Ende gelesen hat.
  • Erfundene Namen mit Stockfoto-Portraits – das fällt schneller auf als gedacht.
  • Die Zitate haben nichts mit der Leistung zu tun, die darüber beschrieben wird.

So beeindruckt es besser:

  • Zwei bis vier Stimmen mit Name und Firma oder Ort – lieber wenige, dafür echte.
  • Nach dem Ergebnis fragen, nicht nach Lob: „Was hat sich konkret geändert?“
  • Jede Stimme direkt neben die Aussage stellen, die sie belegt.

Praxis-Tipp: „Tolle Zusammenarbeit, immer wieder gerne“ überzeugt niemanden. „Nach vier Wochen kamen die ersten Anfragen über die Seite“ schon. Frag Kunden gezielt nach dem Ergebnis, nicht nach einem Lob.

Insight: Ohne Nachnamen oder Firma wirkt ein Zitat wie erfunden – auch wenn es echt ist. Lieber zwei vollständige Stimmen als sechs anonyme.

Baustein 9 von 12

Preisorientierung

Kein vollständiger Katalog, aber eine Größenordnung: Ab-Preise, Pakete oder eine Spanne. Der Abschnitt filtert Anfragen, die ohnehin nie zustande kommen – und gibt allen anderen Sicherheit.

Wird gerne so gemacht:

  • „Preise auf Anfrage“ – wer vergleicht, ist damit weg.
  • Der Preis steht nur in einem PDF, das man erst herunterladen muss.
  • Drei Pakete, alle gleich beschrieben, keines als Empfehlung markiert.
  • Netto oder brutto wird nicht dazugeschrieben – besonders heikel im B2C.
  • Bei Waren fehlt der Grundpreis je Kilo, Liter oder Meter.

So beeindruckt es besser:

  • Ab-Preis oder Spanne direkt sichtbar, ohne Klick und ohne Formular.
  • Ein Paket als Empfehlung kennzeichnen – und in einem Satz begründen.
  • Netto/Brutto und, bei Waren, den Grundpreis unmittelbar daneben setzen.

Praxis-Tipp: „Preise auf Anfrage“ filtert nicht die falschen Kunden heraus, sondern die vergleichenden – also oft genau die vorbereiteten. Ein ehrliches „ab X, typisch X bis Y“ kostet dich nichts und spart beiden Seiten Gespräche.

Insight: Sobald du Waren mit Preis zeigst, gilt in Österreich und Deutschland die Grundpreisangabe – also der Preis je Kilo, Liter oder Meter. Das betrifft auch einen Onepager mit nur drei Produkten.

Grundpreis richtig angeben →

Baustein 10 von 12

FAQ

Vier bis acht echte Rückfragen aus Verkaufsgesprächen. Der Abschnitt räumt die letzten Einwände weg und liefert gleichzeitig den Text, den Google und KI-Assistenten am liebsten zitieren.

Wird gerne so gemacht:

  • Fragen, die nie jemand gestellt hat: „Warum sollten Sie uns wählen?“
  • Genau die unangenehmen Fragen fehlen – also die, die den Abschluss blockieren.
  • Antworten, die auf das Kontaktformular verweisen, statt zu antworten.
  • Zwanzig Fragen ohne erkennbare Ordnung.
  • Die Antworten werden per JavaScript nachgeladen – damit sind sie für Google unsichtbar.

So beeindruckt es besser:

  • Vier bis acht Fragen, die im Verkaufsgespräch tatsächlich jedes Mal kommen.
  • Die unangenehmste Frage zuerst beantworten – das schafft mehr Vertrauen als jedes Siegel.
  • Antworttext im HTML lassen und mit FAQ-Auszeichnung versehen.

Praxis-Tipp: Nimm die Fragen, die du am Telefon ohnehin jedes Mal beantwortest – nicht die, die dich gut aussehen lassen. Einwände gehören hierher, nicht unter den Tisch.

Insight: Mit FAQ-Auszeichnung (strukturierte Daten) kann dieser Abschnitt direkt in Suchergebnissen und KI-Antworten auftauchen – das ist bei einem Onepager der einfachste Weg zu zusätzlicher Sichtbarkeit.

Sichtbar werden in KI-Antworten →

Baustein 11 von 12

Kontakt

Formular und direkte Kontaktdaten. Kurzes Formular: Name, E-Mail oder Telefon, Nachricht – mehr braucht es für eine Erstanfrage nicht. Daneben Telefonnummer und Adresse als klickbarer Text.

Wird gerne so gemacht:

  • Zwölf Pflichtfelder inklusive Anrede, Firmengröße und Budgetauswahl.
  • Ein Captcha, das zweimal fehlschlägt – danach schreibt niemand mehr.
  • Nur ein Formular, keine Telefonnummer, keine Adresse.
  • Die Telefonnummer steht als Bild da und lässt sich am Handy nicht antippen.
  • Nach dem Absenden erscheint ein grüner Kasten statt einer eigenen Danke-Seite.

So beeindruckt es besser:

  • Drei Felder genügen für eine Erstanfrage: Name, Kontaktweg, Anliegen.
  • Honeypot statt Captcha – unsichtbar für Menschen, tödlich für Bots.
  • Telefonnummer als tel:-Link, dazu die zugesagte Antwortzeit.

Praxis-Tipp: Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Anfragen. Firmenname, Anrede und Budgetauswahl kannst du im Erstgespräch klären – im Formular kosten sie dich Leute, die es sich zwischendurch anders überlegen.

Insight: Statt Captcha: ein Honeypot – ein per CSS unsichtbares Zusatzfeld. Menschen sehen es nie, Spam-Bots füllen stur alles aus; ist es befüllt, wird die Nachricht verworfen. Wichtig sind aria-hidden und tabindex="-1", sonst liest ein Screenreader das Feld vor und blinde Besucher füllen es aus.

Die Reihenfolge ist das Konzept. Jeder Abschnitt beantwortet die Frage, die der vorige aufgeworfen hat: Der Hero behauptet etwas – die Vertrauensleiste stützt es. Das Problem beschreibt die Lage – das Angebot löst sie. Der Ablauf nimmt die Angst vor dem Klick – die Kundenstimmen belegen, dass es funktioniert. Wer Abschnitte tauscht, zerreißt diese Kette, und die Seite fühlt sich „irgendwie unrund“ an, ohne dass jemand sagen kann, warum.

Sieben bis zwölf Abschnitte sind der übliche Rahmen. Weniger wirkt dünn, mehr führt dazu, dass der Kontaktteil nie erreicht wird. Und: Bau den Onepager so, dass jeder Abschnitt für sich verständlich ist und eine eigene Überschrift hat – dann wird daraus später mit wenig Aufwand eine Website mit Unterseiten, statt eines Neuanfangs.

Auf jeder Seite gleich

Das gilt auch für den kleinsten Onepager

Ein Onepager ist eine vollwertige Website – mit denselben Pflichten und denselben technischen Grundlagen. Diese Bausteine werden am häufigsten übersehen, weil die Seite „ja nur eine Seite“ ist.

Header & Navigation

Logo links, Menü mittig oder rechts, ein sichtbarer Button für die wichtigste Handlung. Ab etwa 768 px Breite abwärts gehört das Menü hinter ein Burger-Icon – sonst bricht die Navigation auf dem Handy um oder wird unklickbar klein.

Maximal sieben Hauptpunkte. Jeder achte Punkt halbiert die Aufmerksamkeit für die ersten sieben. Das Logo verlinkt immer auf die Startseite – das erwarten Besucher, ohne darüber nachzudenken.

Der häufigste Fehler: Der Burger enthält nur die Menüpunkte, aber nicht den Kontakt-Button. Auf dem Handy verschwindet damit genau die Handlung, die Umsatz bringt.

Footer & Pflichtlinks

Impressum und Datenschutzerklärung gehören getrennt in den Footer – jeweils als eigener Link, mit genau diesen Wörtern beschriftet und von jeder Seite aus mit maximal zwei Klicks erreichbar.

Sobald du online verkaufst, kommen AGB und Widerrufsbelehrung dazu. Wer nur Dienstleistungen anbietet und nicht online abschließt, braucht die Widerrufsbelehrung an dieser Stelle nicht – ein Impressum aber immer.

„Impressum & Datenschutz“ auf einer gemeinsamen Seite ist zulässig, aber unübersichtlich – und macht Abmahnern die Arbeit leichter als zwei saubere Links.

Kontaktseite & Honeypot

Auf die Kontaktseite gehören beide Wege: Formular und direkte Adresse plus Telefonnummer. Menschen, die schnell kaufen wollen, greifen zum Hörer; Menschen, die abends recherchieren, tippen ins Formular.

Ein Honeypot ist ein zusätzliches Formularfeld, das per CSS unsichtbar gemacht wird. Menschen sehen es nicht und füllen es nie aus – Spam-Bots füllen stur alle Felder aus. Ist das Feld befüllt, verwirfst du die Nachricht. Kein Captcha, keine Hürde, keine Google-Einbindung, kein Datenschutzproblem.

<p style="position:absolute;left:-9999px" aria-hidden="true"> <label>Bitte leer lassen</label> <input type="text" name="website" tabindex="-1" autocomplete="off"> </p>

Wichtig: aria-hidden und tabindex="-1" nicht weglassen – sonst liest ein Screenreader das Feld vor und blinde Besucher füllen es aus. Ihre Anfrage landet dann im Nichts.

Danke-Seite mit eigener URL

Nach dem Absenden gehört der Besucher auf eine eigene Seite wie /danke/ – nicht auf einen grünen Kasten im Formular.

Nur so lässt sich eine Anfrage überhaupt zählen: Werbe- und Analyse-Tools messen Seitenaufrufe, nicht ausgeblendete Meldungen. Ohne eigene Danke-Seite weißt du nie, welcher Kanal deine Anfragen bringt – und optimierst blind.

Schreib dort auch dazu, wann du dich meldest. Das senkt die Zahl der Nachfass-Mails spürbar.

Cookie-Banner & 404-Seite

Ein Cookie-Banner brauchst du erst, wenn du etwas lädst, das nicht technisch notwendig ist – Statistik, Werbepixel, eingebettete Videos, Schriften von fremden Servern. Wer Schriften lokal einbindet und auf Tracking verzichtet, braucht keinen Banner.

Die 404-Seite ist kein Restposten: Sie fängt jeden falschen Link ab. Statt „Seite nicht gefunden“ gehören dort Suchfeld, die drei wichtigsten Seiten und ein Kontaktlink hin.

Falsch gesetzte Banner blockieren den Google-Bot – dann steht deine Seite zwar online, wird aber nicht vollständig gelesen.

Tempo, Titel & Auffindbarkeit

Jede Seite braucht einen eigenen Title und eine eigene Meta-Description. Zwei Seiten mit identischem Titel konkurrieren bei Google gegeneinander – und beide verlieren.

Als technische Messlatte gelten die Core Web Vitals: größtes Element sichtbar in ≤ 2,5 Sekunden, Reaktion auf Klicks unter 200 Millisekunden, kein Nachrutschen des Layouts (CLS < 0,1).

Der größte Hebel ist fast immer derselbe: unkomprimierte Bilder. Ein Foto mit 4.000 Pixel Breite in einem 600 Pixel breiten Kasten kostet Ladezeit, ohne irgendetwas besser aussehen zu lassen.

Häufige Fragen

Onepager – kurz beantwortet

Was ist ein Onepager?

Eine Website, die aus einer einzigen, durchgehend scrollbaren Seite besteht. Statt auf Unterseiten zu verlinken, springt das Menü zu Abschnitten derselben Seite. Alle Inhalte - Angebot, Ablauf, Referenzen, Kontakt - liegen unter einer URL untereinander. Pflichtseiten wie Impressum und Datenschutzerklärung bleiben trotzdem eigene Seiten.

In welcher Reihenfolge sollten die Abschnitte eines Onepagers stehen?

Bewährt hat sich: Header mit Sprungmarken, Hero mit klarer Aussage und einem Button, Vertrauensleiste, das Problem aus Kundensicht, das Angebot, der Ablauf in wenigen Schritten, die Menschen dahinter, Kundenstimmen, Preisorientierung, FAQ, Kontaktformular und Footer mit Pflichtlinks. Die Logik dahinter ist immer dieselbe: erst einordnen, dann überzeugen, dann belegen, dann handeln lassen.

Wie viele Abschnitte sollte ein Onepager haben?

Sieben bis zwölf Abschnitte sind üblich. Weniger wirkt dünn und beantwortet zu wenige Fragen, mehr führt zu endlosem Scrollen, bei dem der Kontaktteil nie erreicht wird. Wichtiger als die Zahl ist, dass jeder Abschnitt genau eine Aufgabe hat und mit einer eigenen Überschrift beginnt.

Für wen ist ein Onepager geeignet?

Für alle, die ein klares Angebot für eine Zielgruppe haben und eine einzige gewünschte Handlung: Anfrage, Anruf oder Terminbuchung. Typisch sind Gründungen, Einzelunternehmen, ein einzelnes Projekt, ein Buch, eine Veranstaltung oder ein Coaching-Angebot. Sobald mehrere Leistungen getrennt gesucht werden, ist eine Website mit Unterseiten der bessere Typ.

Ist ein Onepager schlecht für SEO?

Nein, aber er ist begrenzt. Ein Onepager hat eine URL, einen Title und eine Meta-Description - er kann damit im Kern nur für ein Thema ranken. Für ein fokussiertes Angebot ist das ausreichend. Wer für mehrere, inhaltlich auseinanderliegende Suchbegriffe gefunden werden will, braucht eigene Seiten, weil sonst alle Themen um dieselbe URL konkurrieren.

Was kostet ein Onepager?

Die Spanne ist groß, weil der Bau selten der teure Teil ist. Den Aufwand bestimmen Texte, Bilder und die Frage, ob die Inhalte schon existieren. Deshalb nennen wir keine pauschale Zahl, sondern sehen uns das Vorhaben an und sagen, was es realistisch braucht - und welche Teile du selbst übernehmen kannst.

Kann ich einen Onepager später zu einer größeren Website ausbauen?

Ja. Damit das ohne Rankingverlust gelingt, sollte jeder Abschnitt von Anfang an in sich verständlich sein und eine eigene Überschrift tragen - dann wird aus dem Abschnitt später eine eigene Seite. Beim Umbau werden die bisherigen Ankerlinks per Weiterleitung auf die neuen Unterseiten geführt, damit bestehende Verlinkungen weiter funktionieren.

Brauche ich ein Impressum, wenn es nur eine Seite ist?

Ja. Die Impressumspflicht hängt nicht an der Zahl der Seiten. Impressum und Datenschutzerklärung gehören getrennt in den Footer, mit genau diesen Wörtern beschriftet und mit maximal zwei Klicks erreichbar. Wer über die Seite auch verkauft, ergänzt AGB und Widerrufsbelehrung.

Was Händler zum Onepager fragen

Reicht eine Seite?
Ehrliche Antworten.

Drei Fragen, die uns beim Thema Onepager immer wieder gestellt werden. Fahr mit der Maus über eine PersonTippe oder klicke auf eine Person - du bekommst genau die Antwort, die wir auch im Erstgespräch geben.

Die Personen sind Beispiele. Die Fragen und die Antworten sind echt.

Markus
Markus, Getränkehandel · neue Eigenmarke

Wirkt eine einzige Seite nicht unprofessionell? Alle Mitbewerber haben zehn Unterseiten.

Unprofessionell wirkt eine Seite, die nichts sagt - nicht eine, die kurz ist. Zehn Unterseiten mit je drei Sätzen schaden mehr als ein Onepager, der jede Frage vor dem Kauf beantwortet.

Sabine
Sabine, Naturkosmetik · stark auf Instagram

Ich habe 8.000 Follower auf Instagram. Brauche ich überhaupt eine eigene Seite?

Ja - weil dir Instagram nicht gehört. Ein Onepager mit eigener Domain bleibt deiner, auch wenn der Account morgen gesperrt wird. Facebook Shops hat 2023 gezeigt, wie schnell ein Kanal wegfällt.

Anke & Tobias
Anke & Tobias, Werkzeug B2B · Onepager seit einem Jahr

Unser Onepager steht seit einem Jahr, aber Google findet uns nicht. Woran liegt das?

Meistens daran, dass eine Seite nur für ein Thema ranken kann - ihr wollt aber für fünf gefunden werden. Wir schauen, welche Abschnitte eine eigene Seite verdienen. Oft reichen drei, kein Relaunch.

Deine Frage ist nicht dabei? Stell sie uns im kostenlosen Erstgespräch →

Weiter im Cluster

Die anderen Seitentypen

Passt dieser Typ doch nicht zu deinem Vorhaben? Dann ist einer davon der richtige – jeder mit Aufbau, typischen Fehlern und konkreten Verbesserungen.

Zur Übersicht: welcher Typ passt zu mir? →

Wir bauen mit – oder schauen nur drüber

Deinen Onepager gemeinsam richtig aufsetzen

Ob wir die Seite bauen oder du selbst: Bei der Reihenfolge der Abschnitte, den Texten, der Preisdarstellung und den Pflichtangaben unterstützen wir dich – und sagen dir auch, wenn ein Onepager für dein Vorhaben der falsche Typ ist.