Welche Seiten braucht ein Onlineshop – und wie müssen sie aufgebaut sein?
Ein Shop ist keine Website mit Warenkorb. Er ist ein eigener Baukasten aus neun Seitentypen,
von denen fünf verkaufen und vier dafür sorgen, dass dich das nicht teuer zu stehen kommt.
Unten steht jeder einzelne, mit den Fehlern, die uns im Shop-Check am häufigsten begegnen.
Ein Shop ist der aufwendigste aller Seitentypen – im Aufbau, rechtlich und vor allem
im laufenden Betrieb. Diese Entscheidung lohnt sich, bevor irgendjemand ein System auswählt.
Ein Shop passt, wenn …
der Kauf auf deiner Seite abgeschlossen werden soll – nicht per Mail oder Anruf.
du mehr als eine Handvoll Artikel hast, die sich in Kategorien ordnen lassen.
Produktdaten, Texte und Bilder existieren oder eingeplant sind.
jemand Bestellungen, Retouren und Anfragen täglich bearbeitet.
du bereit bist, dich um Rechtstexte und Pflichtangaben zu kümmern.
Nimm etwas anderes, wenn …
du drei Produkte hast – eine
kleine Website mit Anfrageformular reicht oft.
du ein einzelnes Produkt bewirbst – dafür ist eine
Produkt-Landingpage stärker.
Produktdaten und Fotos fehlen – ein leerer Shop verkauft nichts.
niemand täglich Zeit für Bestellungen und Retouren hat.
Hier steht, welche Seiten ein Shop braucht und wie sie aussehen müssen.
Das ist unabhängig davon, ob du selbst baust, jemand anderen beauftragst oder uns.
Wenn dich stattdessen interessiert, was ein professionell gebauter Shop
kostet und was dabei enthalten ist: Das steht offen auf
der Seite zum Shop-Aufbau – ab 6.900 € netto,
B2B-Shops ab 12.000 €, Bau-Begleitung ab 790 €.
Neun Seitenrisse
Fünf Seiten verkaufen, vier schützen dich
Jede Seite einzeln, mit ihrer eigenen Adresse und ihrem Aufbau. Abschnitte mit
? anklicken – die Erklärung erscheint daneben.
Die Verkaufsstrecke
dein-shop.at
Kategorien und Bestseller
Footer mit allen Pflichtlinks
1
Shop-Startseite
dein-shop.at
Die Shop-Startseite ist ein Verteiler mit Vertrauensaufbau. Sie muss in Sekunden
zeigen, was es hier gibt, für wen und zu welchen Bedingungen geliefert wird –
und dann in die Kategorien führen.
Wird gerne so gemacht:
Sie versucht zu verkaufen, statt zu sortieren.
Versandkosten und Lieferzeit tauchen nirgends auf.
Abgelaufene Aktionen stehen prominent im Slider.
Kein Weg ins Sortiment außer über das Menü.
So beeindruckt es besser:
Sortiment einordnen, dann sichtbare Wege in die Kategorien.
Zahlung, Versand und Lieferzeit früh zeigen – nicht erst im Checkout.
Abschnitte mit ? in der Zeichnung anklicken –
die Erklärung erscheint hier.
Shop-Startseite · Abschnitt 1
Header mit Suche, Konto und Warenkorb
Der Shop-Header trägt mehr als der einer Website: Logo, Kategorien, Suchfeld,
Kundenkonto und Warenkorb mit Zähler. Er ist auf jeder Seite identisch und
begleitet den kompletten Kauf.
Wird gerne so gemacht:
Kein Suchfeld, obwohl der Shop 400 Artikel führt.
Der Warenkorb zeigt keine Anzahl – niemand weiß, ob etwas drin ist.
Das Kategoriemenü unterscheidet sich von der Kategoriestruktur im Shop.
So beeindruckt es besser:
Suche prominent, ab Mobilbreite als Symbol mit Vollbild-Overlay.
Warenkorb mit Zähler und Zwischensumme beim Überfahren.
Insight: Besucher, die die interne Suche nutzen, kaufen deutlich häufiger als solche,
die sich durchklicken. Werte die Suchbegriffe ohne Treffer aus – sie
zeigen dir dein fehlendes Sortiment.
Shop-Startseite · Abschnitt 2
Einstieg: Sortiment und Versprechen
Die Shop-Startseite verkauft kein einzelnes Produkt, sie ordnet das Sortiment ein
und schickt weiter. Ein Satz, wofür der Shop steht, dann die Kategorien.
Wird gerne so gemacht:
Ein Slider mit fünf Aktionen, von denen vier abgelaufen sind.
Die Startseite zeigt 60 Produkte in zufälliger Reihenfolge.
So beeindruckt es besser:
Ein Satz zum Sortiment, dann sichtbare Wege in die Kategorien.
Eine aktuelle Aktion – mit Enddatum, damit sie sich selbst entfernt.
Shop-Startseite · Abschnitt 3
Vertrauen: Zahlung, Versand, Siegel
Im Shop entscheidet Vertrauen früher als auf jeder anderen Website: Wer hier
Geld lassen soll, will vorher wissen, wie bezahlt und geliefert wird.
Wird gerne so gemacht:
Zahlungslogos als Bild, obwohl die Zahlart gar nicht angeboten wird.
Ein Gütesiegel, dessen Zertifizierung abgelaufen ist.
Versandkosten erst im Checkout – der häufigste Abbruchgrund überhaupt.
So beeindruckt es besser:
Zahlarten, Versanddienstleister und Lieferzeit früh und ehrlich zeigen.
Versandkostenfrei-Schwelle nennen, wenn es eine gibt.
dein-shop.at/kaffee/espresso/
Header, auf jeder Seite identisch
Paginierung statt endlosem Nachladen
Footer
2
Kategorieseite
dein-shop.at/kaffee/espresso/
Die Kategorieseite ist die Arbeitsebene des Shops: Hier landen die meisten
Suchanfragen, hier wird ausgewählt. Sie braucht eigenen Text, saubere Filter und
vollständige Preisangaben in jeder Kachel.
Wird gerne so gemacht:
Reines Produktraster ohne Text – damit rankt die Kategorie für nichts.
Tausende indexierbare Filter-URLs mit fast identischem Inhalt.
Grundpreis fehlt in der Übersicht.
Endloses Nachladen ohne Paginierung – Google sieht nur die ersten Produkte.
So beeindruckt es besser:
Zwei bis drei Sätze Orientierung, eigener Title, eigene Description.
Filter- und Sortier-URLs technisch sauber behandeln.
Vollständige Preisangaben in jeder Kachel.
Abschnitte mit ? in der Zeichnung anklicken –
die Erklärung erscheint hier.
Kategorieseite · Abschnitt 2
Kategorietitel und Einordnung
Kategorieseiten ranken oft besser als einzelne Produkte, weil sie den Oberbegriff
bedienen. Dafür brauchen sie einen eigenen Text – und der gehört über oder
unter die Produkte, nicht zwischen sie.
Wird gerne so gemacht:
Die Seite besteht nur aus einem Produktraster, ohne ein Wort Text.
Ein SEO-Text am Seitenende, den erkennbar niemand lesen soll.
Alle Kategorien tragen denselben Text mit ausgetauschtem Begriff.
So beeindruckt es besser:
Zwei bis drei Sätze, die bei der Auswahl helfen: woran erkenne ich, was zu mir passt?
Eigener Title und eigene Meta-Description je Kategorie.
Kategorieseite · Abschnitt 3
Filter und Sortierung
Filter helfen Besuchern und schaden der Sichtbarkeit – wenn sie technisch
falsch umgesetzt sind. Jede Filterkombination erzeugt eine URL, und davon gibt
es schnell tausende.
Wird gerne so gemacht:
Jede Filter-URL ist indexierbar – Google findet tausende fast identische Seiten.
Die Sortierung erzeugt eigene URLs mit demselben Inhalt.
Filter, die zu null Treffern führen, ohne Alternative anzubieten.
So beeindruckt es besser:
Filter-URLs per Canonical auf die Kategorie zeigen lassen.
Bei null Treffern Alternativen vorschlagen statt einer leeren Seite.
Jede Kachel zeigt Bild, Titel, Preis – und bei Waren auch den Grundpreis.
Genau der fehlt in der Übersicht am häufigsten, weil er nur auf der Produktseite
gepflegt wurde.
Wird gerne so gemacht:
Der Grundpreis steht nur auf der Produktseite, nicht in der Übersicht.
Bilder in unterschiedlichen Formaten – das Raster wirkt unruhig.
Kein Hinweis auf Verfügbarkeit, erst im Warenkorb kommt die Überraschung.
So beeindruckt es besser:
Grundpreis überall dort, wo der Verkaufspreis steht.
Einheitliche Bildformate und freigestellte Produkte.
Insight: Der Grundpreis muss überall stehen, wo der Verkaufspreis erscheint –
also auch in Kategorie, Suche und Aktionsslidern. Das ist der häufigste
Befund in unseren Shop-Checks.
Hier fällt die Kaufentscheidung – und hier hängen die meisten rechtlichen
Pflichtangaben. Eine Produktseite ist gleichzeitig Verkaufstext, Datenblatt und
Rechtsdokument.
Wird gerne so gemacht:
Herstellertexte, die wortgleich in zwanzig anderen Shops stehen.
Lieferzeit, Grundpreis oder Steuerhinweis fehlen.
Ein einziges Bild, keine Größeneinordnung.
Der Kaufbutton ist optisch schwächer als der Newsletter-Aufruf daneben.
Alle Pflichtangaben vollständig: Preis, Steuer, Versand, Grundpreis, Lieferzeit.
Bewertungen ungefiltert, mit Angabe zur Echtheitsprüfung.
Praxis-Tipp: Nimm dir deine drei meistverkauften Produkte vor und prüfe nur diese fünf Punkte:
Grundpreis, Lieferzeit, Steuerhinweis, Versandkosten-Link, Bildanzahl. Das ist in
einer halben Stunde erledigt und wirkt sofort.
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die Erklärung erscheint hier.
Produktseite · Abschnitt 2
Bilder, Titel, Preis, Kaufbutton
Die wichtigste Seite des ganzen Shops. Über der Falz gehören: mehrere Bilder,
ein eindeutiger Titel, der Preis mit Steuer- und Versandhinweis, bei Waren der
Grundpreis, Lieferzeit, Verfügbarkeit und ein klar beschrifteter Kaufbutton.
Wird gerne so gemacht:
Ein einziges Produktbild, dazu noch schlecht ausgeleuchtet.
Keine Lieferzeit – eine der häufigsten Abmahnungen überhaupt.
Grundpreis fehlt oder ist falsch berechnet.
Der Steuerhinweis fehlt: "inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten" mit Link.
So beeindruckt es besser:
Fünf bis acht Bilder: Produkt, Detail, Größenvergleich, in Verwendung.
Lieferzeit konkret in Tagen, nicht "kurzfristig".
Grundpreis direkt unter dem Verkaufspreis.
Insight: Die vier Angaben, die am häufigsten fehlen und am schnellsten abgemahnt
werden: Lieferzeit, Grundpreis, Steuerhinweis und der Link auf die
Versandkosten. Alle vier sind in einer Stunde nachgerüstet.
Der Warenkorb rechnet zusammen und schafft Klarheit: was kostet es insgesamt, wann
kommt es an, wie geht es weiter. Er verkauft nicht mehr – er beruhigt.
Wird gerne so gemacht:
Versandkosten und Lieferzeit tauchen hier zum ersten Mal auf.
Aggressive Zusatzverkäufe drängen den Weiter-Button nach unten.
Der Korb ist nach dem nächsten Besuch leer.
So beeindruckt es besser:
Vollständige Kostenaufstellung ohne Überraschungen.
Ein klar sichtbarer Weiter-Button, Zusatzverkäufe darunter.
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die Erklärung erscheint hier.
Warenkorb · Abschnitt 2
Positionen, Summe, Weiter zur Kasse
Der Warenkorb ist die letzte Station vor dem Checkout – und die Stelle, an
der Überraschungen am teuersten sind. Alles, was hier zum ersten Mal auftaucht,
kostet Bestellungen.
Wird gerne so gemacht:
Versandkosten erscheinen hier zum ersten Mal.
Kein Weg zurück ins Sortiment, ohne den Korb zu verlieren.
Mengen lassen sich nicht ändern, nur löschen und neu hinzufügen.
Ein Gutscheinfeld, das Kunden erst auf die Suche nach Gutscheinen schickt.
So beeindruckt es besser:
Versandkosten und Lieferzeit bereits hier, nicht erst im Checkout.
"Weiter einkaufen" ohne Verlust des Warenkorbs.
Zwischensumme, Versand und Gesamtsumme klar getrennt.
Insight: Unerwartete Versandkosten sind der meistgenannte Abbruchgrund im
E-Commerce. Wer sie früh zeigt, verliert ein paar Besucher – und
gewinnt die, die sonst im Checkout abgesprungen wären.
dein-shop.at/kasse/
5
Checkout
dein-shop.at/kasse/
Der Checkout ist die kürzeste und teuerste Strecke im Shop. Jeder zusätzliche Schritt,
jedes zusätzliche Pflichtfeld und jede fehlende Information kostet unmittelbar
Bestellungen – und die Pflichtangaben sind hier am dichtesten.
Wird gerne so gemacht:
Registrierungszwang statt Gastbestellung.
Der Bestellbutton ist nicht eindeutig beschriftet.
Die Pflichtangaben stehen nicht unmittelbar über dem Button.
Der Header lenkt mit voller Navigation vom Abschluss ab.
Keine Rückmeldung nach dem Klick – Kunden bestellen doppelt.
So beeindruckt es besser:
Drei Schritte, Gastbestellung, Fortschritt sichtbar.
"Zahlungspflichtig bestellen" auf dem Button, Pflichtangaben direkt darüber.
Reduzierter Header ohne Ablenkung.
Praxis-Tipp: Bestell einmal im Monat selbst in deinem eigenen Shop – mit dem Handy, über
Mobilfunk statt WLAN, als Gast. Die meisten Checkout-Probleme sieht man erst dabei.
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die Erklärung erscheint hier.
Checkout · Abschnitt 1
Schritte, Adresse, Zahlung
Im Checkout wird der Header meist reduziert, damit nichts ablenkt. Drei Schritte
haben sich bewährt: Adresse, Versand und Zahlung, Prüfen und Bestellen.
Wird gerne so gemacht:
Registrierung ist Pflicht – einer der häufigsten Abbruchgründe.
Der Fortschritt ist nicht erkennbar: Wie viele Schritte kommen noch?
Zahlarten werden erst nach vollständiger Adresseingabe sichtbar.
Fehlermeldungen erscheinen erst nach dem Absenden, ganz oben.
So beeindruckt es besser:
Gastbestellung anbieten, Konto optional nach dem Kauf.
Fortschrittsanzeige mit klaren Schritten.
Fehler direkt am Feld anzeigen, nicht gesammelt oben.
Unmittelbar über dem Bestellbutton müssen die wesentlichen Angaben stehen: Ware,
Gesamtpreis, Versandkosten und gegebenenfalls Laufzeiten. Das ist keine
Gestaltungsfrage, sondern Vorschrift.
Wird gerne so gemacht:
Die Übersicht steht weit oben, der Button ganz unten.
Der Gesamtpreis ist nur nach Aufklappen sichtbar.
So beeindruckt es besser:
Ware, Gesamtpreis und Versandkosten unmittelbar über dem Button.
Keine Elemente dazwischen, die ablenken.
Checkout · Abschnitt 3
Der Bestellbutton
Der Button, mit dem die Bestellung abgeschlossen wird, muss eindeutig auf die
Zahlungspflicht hinweisen – das ist die sogenannte Buttonlösung.
Wird gerne so gemacht:
"Bestellung abschließen", "Weiter" oder "Anmelden" als Beschriftung.
Der Hinweis auf die Zahlungspflicht steht daneben statt auf dem Button.
So beeindruckt es besser:
"Zahlungspflichtig bestellen" oder "Kaufen" – eindeutig und nichts anderes.
Nach dem Klick sofortige Rückmeldung, damit niemand doppelt klickt.
Insight: Ist der Button falsch beschriftet, kommt der Vertrag im Zweifel gar nicht
wirksam zustande. Das ist einer der wenigen Fehler, die sowohl abmahnbar
sind als auch direkt Umsatz kosten.
Die meistbesuchte Pflichtseite überhaupt – und die, deren Fehlen am schnellsten
auffällt. Sie entscheidet mit darüber, ob der Warenkorb überhaupt gefüllt wird.
Wird gerne so gemacht:
Von der Produktseite aus nicht verlinkt.
Angaben widersprechen dem, was der Checkout später berechnet.
Keine Angabe zu Lieferungen ins EU-Ausland, obwohl dorthin verkauft wird.
So beeindruckt es besser:
Übersichtliche Tabelle statt Fließtext.
Direkt neben dem Preis verlinkt, auf jeder Produktseite.
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die Erklärung erscheint hier.
Versand & Zahlung · Abschnitt 2
Versandkosten, Lieferzeit, Länder
Diese Seite muss von jeder Produktseite aus erreichbar sein – der Link
gehört direkt neben den Preis. Sie beantwortet: was kostet der Versand, wie lange
dauert es, wohin wird geliefert.
Wird gerne so gemacht:
Die Seite existiert, ist aber von der Produktseite aus nicht verlinkt.
"Lieferzeit auf Anfrage" statt konkreter Angaben.
Nur Inlandsversand beschrieben, obwohl in die EU geliefert wird.
So beeindruckt es besser:
Tabelle mit Land, Kosten, Dauer – auf einen Blick erfassbar.
Von jeder Produktseite direkt neben dem Preis verlinken.
dein-shop.at/widerruf/
Header
Footer
7
Widerruf & Rückgabe
dein-shop.at/widerruf/
Die Seite, an der die teuersten Fehler hängen. Sie muss vollständig sein, mit der
Bestellbestätigung mitgehen und zum tatsächlichen Kundenkreis passen.
Wird gerne so gemacht:
Belehrung fehlt in der Bestellbestätigung.
Muster-Widerrufsformular fehlt.
B2B-Ausschluss ohne erkennbare Absicherung im Bestellprozess.
So beeindruckt es besser:
Belehrung plus Formular, auf der Seite und in der Bestätigungsmail.
Zum tatsächlichen Kundenkreis passend – nicht zum gewünschten.
Insight: Ob dein Shop als B2B gilt, entscheidet nicht deine Absicht, sondern der
Gesamteindruck: Wenn sich jeder registrieren und bestellen kann, spricht viel
für Verbraucherrecht.
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AGB, Impressum & Datenschutz · Abschnitt 2
Drei getrennte Seiten
AGB, Impressum und Datenschutzerklärung gehören auf drei eigene Seiten, alle drei
im Footer verlinkt und von jeder Seite in zwei Klicks erreichbar.
Wird gerne so gemacht:
Alles auf einer Sammelseite "Rechtliches".
AGB aus einem Generator, die von den tatsächlichen Abläufen abweichen.
Die Datenschutzerklärung nennt Dienste nicht, die eingebunden sind.
So beeindruckt es besser:
Drei Seiten, drei Links, ausgeschrieben im Footer.
Nach jeder technischen Änderung die Datenschutzerklärung gegenprüfen.
Nach dem Kauf
dein-shop.at/danke/
Was danach noch kommt
Footer
9
Danke-Seite & Bestellbestätigung
dein-shop.at/danke/
Nach dem Kauf entscheidet sich, ob aus einem Käufer ein Stammkunde wird – und ob
du überhaupt weißt, welcher Kanal den Umsatz gebracht hat.
Wird gerne so gemacht:
Keine eigene Danke-Seite, damit keine Messung möglich.
Bestellbestätigung ohne AGB und Widerrufsbelehrung.
Nach dem Kauf hört die Kommunikation auf, bis das Paket kommt.
So beeindruckt es besser:
Eigene Danke-Seite mit Bestellnummer und nächsten Schritten.
Vollständige Bestätigungsmail von einer antwortbaren Adresse.
Versandbestätigung mit Sendungsverfolgung.
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Danke-Seite & Bestellbestätigung · Abschnitt 1
Bestätigung mit Bestellnummer
Die Seite nach dem Kauf beruhigt und misst: Sie bestätigt die Bestellung, nennt
die Nummer und sagt, was als Nächstes passiert. Und nur über ihre eigene URL
lässt sich der Kauf überhaupt zählen.
Wird gerne so gemacht:
Ein grüner Kasten im Checkout statt einer eigenen Seite – damit ist nichts messbar.
Keine Bestellnummer, kein Hinweis auf die Bestätigungsmail.
Sofort ein Newsletter-Popup über der Bestätigung.
So beeindruckt es besser:
Eigene URL wie /danke/ – Voraussetzung für jede Auswertung.
Bestellnummer, nächste Schritte und wann die Ware ankommt.
Der Grundpreis fehlt in der Übersicht. Auf der Produktseite gepflegt, in
Kategorie, Suche und Aktionsslider vergessen – er muss überall dort stehen,
wo auch der Verkaufspreis steht.
Keine konkrete Lieferzeit. „Kurzfristig lieferbar" ist keine Angabe.
Es braucht eine Zahl in Tagen.
Versandkosten erscheinen erst im Checkout. Der meistgenannte Abbruchgrund im
gesamten E-Commerce – und der am leichtesten vermeidbare.
Der Bestellbutton ist falsch beschriftet. „Bestellung abschließen" statt
„zahlungspflichtig bestellen". Abmahnbar – und im Zweifel kommt der Vertrag
gar nicht wirksam zustande.
Die Bestellbestätigung enthält weder AGB noch Widerrufsbelehrung. Die Seite
hat beides, die Mail nicht – rechtlich zählt die Mail.
Ein Shop ist zuerst einmal eine Website – alles, was für die gilt, gilt auch hier. Nur mit deutlich höherem Einsatz: Beim Kontaktformular geht es um eine Anfrage, im Checkout um Geld.
Header & Navigation
Logo links, Menü mittig oder rechts, ein sichtbarer Button für die wichtigste Handlung.
Ab etwa 768 px Breite abwärts gehört das Menü hinter ein Burger-Icon –
sonst bricht die Navigation auf dem Handy um oder wird unklickbar klein.
Maximal sieben Hauptpunkte. Jeder achte Punkt halbiert die Aufmerksamkeit für die
ersten sieben. Das Logo verlinkt immer auf die Startseite – das erwarten Besucher,
ohne darüber nachzudenken.
Der häufigste Fehler: Der Burger enthält nur die Menüpunkte, aber nicht
den Kontakt-Button. Auf dem Handy verschwindet damit genau die Handlung, die Umsatz bringt.
Footer & Pflichtlinks
Impressum und Datenschutzerklärung gehören getrennt in den Footer –
jeweils als eigener Link, mit genau diesen Wörtern beschriftet und von jeder Seite aus
mit maximal zwei Klicks erreichbar.
Sobald du online verkaufst, kommen AGB und Widerrufsbelehrung dazu.
Wer nur Dienstleistungen anbietet und nicht online abschließt, braucht die Widerrufsbelehrung
an dieser Stelle nicht – ein Impressum aber immer.
„Impressum & Datenschutz“ auf einer gemeinsamen Seite ist zulässig,
aber unübersichtlich – und macht Abmahnern die Arbeit leichter als zwei saubere Links.
Auf die Kontaktseite gehören beide Wege: Formular und direkte
Adresse plus Telefonnummer. Menschen, die schnell kaufen wollen, greifen zum Hörer;
Menschen, die abends recherchieren, tippen ins Formular.
Ein Honeypot ist ein zusätzliches Formularfeld, das per CSS unsichtbar
gemacht wird. Menschen sehen es nicht und füllen es nie aus – Spam-Bots füllen stur
alle Felder aus. Ist das Feld befüllt, verwirfst du die Nachricht. Kein Captcha,
keine Hürde, keine Google-Einbindung, kein Datenschutzproblem.
Wichtig: aria-hidden und tabindex="-1" nicht weglassen –
sonst liest ein Screenreader das Feld vor und blinde Besucher füllen es aus. Ihre Anfrage
landet dann im Nichts.
Danke-Seite mit eigener URL
Nach dem Absenden gehört der Besucher auf eine eigene Seite wie
/danke/ – nicht auf einen grünen Kasten im Formular.
Nur so lässt sich eine Anfrage überhaupt zählen: Werbe- und Analyse-Tools messen
Seitenaufrufe, nicht ausgeblendete Meldungen. Ohne eigene Danke-Seite weißt du nie,
welcher Kanal deine Anfragen bringt – und optimierst blind.
Schreib dort auch dazu, wann du dich meldest. Das senkt die Zahl der
Nachfass-Mails spürbar.
Ein Cookie-Banner brauchst du erst, wenn du etwas lädst, das nicht technisch notwendig ist –
Statistik, Werbepixel, eingebettete Videos, Schriften von fremden Servern.
Wer Schriften lokal einbindet und auf Tracking verzichtet, braucht keinen Banner.
Die 404-Seite ist kein Restposten: Sie fängt jeden falschen Link ab. Statt
„Seite nicht gefunden“ gehören dort Suchfeld, die drei wichtigsten
Seiten und ein Kontaktlink hin.
Falsch gesetzte Banner blockieren den Google-Bot – dann steht deine Seite
zwar online, wird aber nicht vollständig gelesen.
Tempo, Titel & Auffindbarkeit
Jede Seite braucht einen eigenen Title und eine eigene
Meta-Description. Zwei Seiten mit identischem Titel konkurrieren
bei Google gegeneinander – und beide verlieren.
Als technische Messlatte gelten die Core Web Vitals: größtes Element sichtbar in
≤ 2,5 Sekunden, Reaktion auf Klicks unter
200 Millisekunden, kein Nachrutschen des Layouts
(CLS < 0,1).
Der größte Hebel ist fast immer derselbe: unkomprimierte Bilder. Ein Foto mit
4.000 Pixel Breite in einem 600 Pixel breiten Kasten kostet Ladezeit,
ohne irgendetwas besser aussehen zu lassen.
Drei Fragen, die uns beim Shop-Aufbau fast jede Woche gestellt werden. Fahr mit der Maus über eine PersonTippe oder klicke auf eine Person - du bekommst genau die Antwort, die wir auch im Erstgespräch geben.
Die Personen sind Beispiele. Die Fragen und die Antworten sind echt.
Markus
Reicht es nicht, wenn ich meine Produkte auf der Website zeige?
Bei drei Produkten mit Anfrageformular: ja. Bei 400 brauchst du Kategorien, Filter, Warenkorb und Checkout - und dann bist du ohnehin bei einem Shop. Die Frage ist nur, ob du ihn geordnet baust.
Sabine
Mein Shop-System sagt, es sei rechtssicher. Stimmt das?
Kein System ist das von allein. Grundpreis, Lieferzeit, Buttonbeschriftung und die Anhänge der Bestellbestätigung musst du selbst einrichten - das sind vier der fünf Befunde, die wir am häufigsten finden.
Anke & Tobias
Wir verkaufen nur an Firmen. Brauchen wir trotzdem eine Widerrufsbelehrung?
Es zählt nicht die Absicht, sondern der Gesamteindruck. Kann sich jeder registrieren und bestellen, spricht viel für Verbraucherrecht. Ein reiner B2B-Shop muss das im Bestellprozess erkennbar absichern.
Fünf Seiten bilden die Verkaufsstrecke: Startseite, Kategorieseite, Produktseite, Warenkorb und Checkout. Dazu kommen die Pflichtseiten, an denen die meisten Abmahnungen hängen: Versand und Zahlung, Widerruf und Rückgabe sowie AGB, Impressum und Datenschutz. Nach dem Kauf folgt die Bestellbestätigung. Ein Shop ist damit keine Website mit Warenkorb, sondern ein eigener Baukasten aus Seitentypen.
Was gehört auf eine Produktseite?
Bilder aus mehreren Perspektiven, ein eindeutiger Titel, der Preis mit Hinweis auf Steuer und Versandkosten, bei Waren zusätzlich der Grundpreis, die Lieferzeit, die Verfügbarkeit, ein Verkaufstext statt eines Datenblatts, die technischen Daten getrennt davon, Bewertungen und ein klar beschrifteter Kaufbutton. Fehlt eine dieser Angaben, ist es meistens die Lieferzeit oder der Grundpreis - beides ist abmahnrelevant.
Wann ist die Grundpreisangabe Pflicht?
Sobald Waren nach Gewicht, Volumen, Länge oder Fläche angeboten werden, muss neben dem Gesamtpreis der Preis je Kilogramm, Liter, Meter oder Quadratmeter stehen. Das gilt in Österreich und Deutschland gleichermaßen und auch für Sets und Bundles. Der Grundpreis muss überall dort erscheinen, wo der Verkaufspreis steht - also auch auf Kategorieseiten und in Suchergebnissen, nicht nur auf der Produktseite.
Was muss auf dem Bestellbutton stehen?
Der Button, mit dem die Bestellung abgeschlossen wird, muss eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweisen. Zulässig sind Formulierungen wie "zahlungspflichtig bestellen" oder "kaufen". Nicht ausreichend sind "Bestellung abschließen", "Weiter" oder "Anmelden". Direkt über dem Button müssen außerdem die wesentlichen Angaben zur Bestellung stehen: Ware, Gesamtpreis, Versandkosten und gegebenenfalls Laufzeit.
Brauche ich eine Widerrufsbelehrung, wenn ich nur an Unternehmen verkaufe?
Das Widerrufsrecht gilt für Verbraucher, nicht für Unternehmen. Entscheidend ist aber nicht, an wen du verkaufen willst, sondern wie dein Shop wirkt: Kann sich dort jeder registrieren und bestellen, spricht viel dafür, dass auch Verbraucher angesprochen werden - dann gilt Verbraucherrecht. Ein reiner B2B-Shop muss das erkennbar absichern, etwa durch Prüfung der UID und einen entsprechend gestalteten Bestellprozess.
Wie viele Schritte darf ein Checkout haben?
So wenige wie möglich, ohne Pflichtangaben zu verstecken. Bewährt haben sich drei Schritte: Adresse, Versand und Zahlung, Prüfen und Bestellen. Entscheidend ist weniger die Zahl der Schritte als der Zwang zur Registrierung: Ein erzwungenes Kundenkonto ist einer der häufigsten Abbruchgründe. Ein Gastzugang gehört deshalb in jeden Shop.
Was kostet es, einen Onlineshop bauen zu lassen?
Bei SHOMUGO beginnt ein professionell aufgebauter Shop bei 6.900 Euro netto, B2B-Shops mit Kundengruppen-Preisen und Freigabeprozessen bei 12.000 Euro netto. Wer selbst baut und nur Begleitung möchte, kann diese ab 790 Euro buchen. Details, Leistungsumfang und eine ehrliche Liste dessen, was nicht enthalten ist, stehen auf der Seite zum Shop-Aufbau.
Weiter im Cluster
Die anderen Seitentypen
Passt dieser Typ doch nicht zu deinem Vorhaben? Dann ist einer davon der richtige –
jeder mit Aufbau, typischen Fehlern und konkreten Verbesserungen.
Neun Seitentypen sind viel – du musst sie nicht allein bauen
Wenn dein Shop schon läuft, finden wir im Shop-Check, welche dieser Seiten Umsatz kosten
oder rechtlich Lücken haben – mit Fundstelle und Lösung. Wenn er noch nicht existiert,
stehen unsere Preise offen auf der Seite zum Shop-Aufbau, inklusive einer ehrlichen Liste
dessen, was nicht enthalten ist.