Klick in der Zeichnung auf einen Baustein – hier steht, wozu er dient.
Baustein 1 von 9
Kopf ohne Menü
Logo, vielleicht eine Telefonnummer oder ein Vertrauenselement – mehr nicht.
Kein Menü, keine Suche, keine Sprachwahl. Jeder Weg, den du hier
anbietest, ist ein Weg vom Ziel weg.
Wird gerne so gemacht:
- Die vollständige Website-Navigation wurde einfach übernommen.
- Das Logo verlinkt auf die Startseite – der teuerste Ausgang der ganzen Seite.
- Ein Cookie-Banner verdeckt beim ersten Bildaufbau die Überschrift.
So beeindruckt es besser:
- Logo ohne Verlinkung oder mit Sprung nach oben.
- Höchstens ein Element daneben: Telefonnummer oder ein Vertrauenshinweis.
Insight: Bei organischem Traffic ist ein Menü sinnvoll, weil Besucher unterschiedliche
Absichten mitbringen. Bei bezahltem Traffic hast du die Absicht bereits gekauft –
die Anzeige hat sie festgelegt.
Baustein 2 von 9
Hero: Message Match zur Anzeige
Der entscheidende Abschnitt. Was in der Anzeige steht, muss hier wörtlich
wieder auftauchen – dazu ein Bild des Angebots und ein Button. Alles Wichtige
über der Falz, ohne Scrollen.
Wird gerne so gemacht:
- Die Anzeige verspricht ein konkretes Produkt, die Überschrift ist ein Slogan.
- Das Angebot steht erst nach dem ersten Scrollen.
- Ein Video, das automatisch startet und den Seitenaufbau ausbremst.
So beeindruckt es besser:
- Der Suchbegriff steht wörtlich in der H1.
- Angebot, Preis oder Nutzen und Button ohne Scrollen sichtbar.
- Ein Satz darunter, der den größten Einwand vorwegnimmt.
Praxis-Tipp: Öffne Anzeige und Landingpage nebeneinander. Wenn du die Überschrift der Seite
vorliest, muss sie wie die Fortsetzung der Anzeige klingen – nicht wie ein
anderes Thema.
Baustein 3 von 9
Vertrauensleiste
Direkt unter dem Einstieg: Bewertungen, Gütesiegel, Kundenlogos, Zahlungsarten,
Garantie. Bei bezahltem Traffic kennt dich niemand – das Vertrauen muss die
Seite allein herstellen.
Wird gerne so gemacht:
- Keine Vertrauenselemente, weil die Seite „nur eine Kampagne“ ist.
- Ein Siegel ohne Verlinkung und ohne gültige Zertifizierung.
So beeindruckt es besser:
- Bewertungen mit Quelle, Garantie und Rückgaberecht in einer Zeile.
- Zahlungsarten früh zeigen – das nimmt die häufigste stille Sorge.
Baustein 4 von 9
Das Angebot konkret
Was genau bekommt der Besucher: Produkt, Umfang, Lieferzeit, Preis. Auf einer
Landingpage steht das früher und deutlicher als auf einer Website – hier soll
niemand suchen müssen.
Wird gerne so gemacht:
- Der Preis fehlt, weil er „abschrecken“ könnte – er filtert stattdessen.
- Der Lieferumfang bleibt vage: „individuell nach Bedarf“.
- Bei Waren fehlt der Grundpreis, obwohl der Preis genannt wird.
So beeindruckt es besser:
- Preis, Lieferumfang und Lieferzeit an einer Stelle, ohne Suchen.
- Bei Waren: Grundpreis, Steuerhinweis und Versandkosten-Link direkt dabei.
Grundpreis richtig angeben →
Baustein 5 von 9
Nutzen statt Merkmale
Drei bis vier Gründe, warum dieses Angebot das Problem löst – formuliert aus
Kundensicht. Merkmale gehören dazu, aber immer mit ihrer Bedeutung.
Wird gerne so gemacht:
- Eine Aufzählung technischer Daten ohne Übersetzung in einen Vorteil.
- Acht Gründe, von denen die Hälfte für jeden Anbieter gilt.
So beeindruckt es besser:
- Drei Gründe, jeder mit einer konkreten Folge für den Käufer.
- Bilder, die den Nutzen zeigen – nicht dekorative Symbole.
Texte, die verkaufen statt beschreiben →
Baustein 6 von 9
Beweis: Bewertungen und Referenzen
Direkt nach der größten Behauptung. Auf einer Landingpage wiegt der Beweis schwerer
als überall sonst, weil der Besucher keine anderen Seiten hat, auf denen er sich
ein Bild machen könnte.
Wird gerne so gemacht:
- Anonyme Fünf-Sterne-Zitate ohne Name und ohne Ergebnis.
- Der Beweis steht ganz unten, hinter dem Formular.
So beeindruckt es besser:
- Zwei bis drei Stimmen mit Name, Ort und konkretem Ergebnis.
- Direkt nach dem Abschnitt platzieren, der am meisten verspricht.
Baustein 7 von 9
Einwände abräumen
Die drei bis fünf Fragen, die zwischen Interesse und Kauf stehen: Lieferzeit,
Rückgabe, Kosten, Vertragsbindung, Aufwand. Wer sie hier beantwortet, spart sich
Abbrüche.
Wird gerne so gemacht:
- Fragen, die nur gut aussehen sollen, statt echte Einwände zu treffen.
- Die unangenehmste Frage fehlt – also die, die den Abschluss blockiert.
- Antworten, die auf eine andere Seite verweisen – die es hier nicht gibt.
So beeindruckt es besser:
- Die Einwände aus echten Verkaufsgesprächen, die härteste zuerst.
- Jede Antwort vollständig auf dieser Seite – kein Wegklicken nötig.
Baustein 8 von 9
Der eine Handlungsaufruf
Kaufbutton oder kurzes Formular – und zwar dieselbe Handlung wie oben im Hero.
Auf einer Landingpage gibt es genau ein Ziel, mehrfach angeboten, nie zwei
verschiedene.
Wird gerne so gemacht:
- Kaufen und Newsletter und Beratungstermin auf einer Seite.
- Ein Formular mit zehn Feldern für eine einfache Anfrage.
- Der Aufruf steht nur ganz unten, nach 4.000 Zeichen.
So beeindruckt es besser:
- Ein Ziel, zwei- bis dreimal wiederholt: oben, in der Mitte, am Ende.
- So wenige Felder wie möglich – und Honeypot statt Captcha.
- Buttontext benennt das Ergebnis, nicht den Vorgang.
Insight: Zwei gleichwertige Ziele auf einer Landingpage halbieren nicht die Ausbeute –
sie senken beide. Wer sich entscheiden muss, entscheidet sich oft für gar nichts.
Baustein 9 von 9
Schlanker Footer mit Pflichtlinks
Kein Menü heißt nicht: keine Pflichtangaben. Impressum und Datenschutz gehören auch
auf eine Kampagnenseite – als schlanke Links, die nicht ablenken, aber
vorhanden sind.
Wird gerne so gemacht:
- Gar kein Footer, weil die Seite „nur zwei Wochen läuft“.
- Die Pflichtlinks öffnen die Hauptwebsite und damit alle Ausgänge.
- Beim Verkauf über die Seite fehlen AGB und Widerrufsbelehrung.
So beeindruckt es besser:
- Impressum und Datenschutz getrennt, dezent, aber lesbar.
- Beim Verkauf zusätzlich AGB und Widerrufsbelehrung.
- Die Links als Overlay öffnen, statt auf die Hauptwebsite zu führen.
Insight: Die Impressumspflicht hängt nicht an der Navigation und nicht an der Laufzeit.
Eine Kampagnenseite ohne Impressum ist genauso angreifbar wie eine Website ohne.
Alle Pflichtangaben im Überblick →